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CFTC bereitet Krypto-Regeln vor, falls der Clarity Act scheitert

Die Aufsichtsbehörde will nicht auf den Senat warten und arbeitet bereits an einem eigenen Rahmen für Crypto Asset Markets. Das soll Klarheit für Protokolle und Unternehmen schaffen, auch wenn der Clarity Act scheitert.

CFTC bereitet Krypto-Regeln vor, falls der Clarity Act scheitert

Wichtigste Erkenntnisse

  • Die US-CFTC bereitet einen eigenen Krypto-Regulierungsrahmen vor, falls der Clarity Act im Senat scheitert.
  • Vorsitzender Mike Selig will bestehende Befugnisse nutzen, um Crypto Asset Markets und Protokolle rechtlich operieren zu lassen.
  • Der Senat hat noch drei Wochen Zeit, um den Clarity Act mit 60 Stimmen anzunehmen; das Repräsentantenhaus hat den Vorschlag bereits gebilligt.

Die US-CFTC stellt bereits einen alternativen Weg für Krypto-Regeln bereit, falls der Clarity Act im Senat scheitert. Vorsitzender Mike Selig sagte am Donnerstag, dass seine Aufsichtsbehörde dann mit bestehenden Befugnissen selbst einen Rahmen für Crypto Asset Markets ausarbeiten könne.

CFTC will nicht abwarten

Selig sagte gegenüber dem Innovation Advisory Committee, dass er seine Mitarbeiter angewiesen habe, an einem Regulierungsrahmen für Crypto Asset Markets zu arbeiten, vergleichbar mit der bestehenden Kategorie für Designated Contract Markets. Damit will die CFTC seiner Ansicht nach schnell reagieren können, falls der Kongress kein neues Gesetz liefert.

Dabei wurde er für einen amtierenden Aufseher politisch auffallend deutlich. Laut Selig sollte die CFTC, falls der Clarity Act wegen demokratischer Blockade weiter feststeckt, die bestehenden Befugnisse nutzen, um dennoch ein Regime für Crypto Asset Markets aufzubauen.

Selig verknüpfte das auch mit Entwicklern. Seine Mitarbeiter sollen nach seiner Aussage Regeln prüfen, mit denen Protokolle in den Vereinigten Staaten auf legale und konforme Weise angeboten werden können.

Druck auf den Senat wächst

Die Clarity Act liegt weiterhin beim Senat, wo die Erfolgschancen laut dem Text mit den vergehenden Wochen kleiner geworden sind. Der Senat hat noch ein letztes Zeitfenster von drei Wochen, um das Gesetz durch die erforderlichen 60 Stimmen zu bringen.

Ein wichtiger offener Punkt ist, ob das Weiße Haus einer angepassten Ethikregel zustimmt, die von den Senatoren Ruben Gallego und Thom Tillis vorgeschlagen wurde. Laut Selig ist die Verabschiedung der Clarity Act weiterhin der beste Weg, um eine zukunftsfähige Marktstruktur für Krypto festzuschreiben.

Dieses Gesetz hat bereits einen langen Weg hinter sich. Das Repräsentantenhaus billigte den Vorschlag am 17. Juli 2025 mit 294 zu 134 Stimmen, danach ging er an den Senatsausschuss für Banking, Housing, and Urban Affairs.

Was das für Krypto in den USA bedeutet

Für europäische Krypto-Beobachter ist vor allem relevant, dass die USA derzeit offenbar zwei Wege gleichzeitig verfolgen: Gesetzgebung über den Kongress und eigene Regeln über Aufsichtsbehörden. Das könnte für Kryptounternehmen wichtig sein, die auf dem US-Markt aktiv bleiben oder dort wieder stärker wachsen wollen.

Bei derselben Veranstaltung verwies Ripple-Chef Brad Garlinghouse auf den früheren juristischen Druck unter dem ehemaligen SEC-Vorsitzenden Gary Gensler. Er sagte, dass sein Unternehmen deshalb außerhalb der USA wachsen musste und dass klarere Regeln nötig sind, um diese Technologie verantwortungsvoll nutzen zu können.

Die politische Pattsituation rund um den Clarity Act ist nicht neu. In einer früheren Phase warnte CLARITY Act scheitert im Senat an Trump-Ethik bereits davor, dass die Ethik-Klausel eines der größten Hindernisse im Senat war.


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