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Ripple profitiert von Washington-Gipfel und starkem XRP-ETF-Zufluss

Garlinghouse sprach im Weißen Haus mit Trump, SEC und CFTC, während US-XRP-ETFs einen Zufluss von 5,81 Millionen Dollar verzeichneten. Ripples Stablecoin RLUSD wuchs unterdessen weiter auf der XRP Ledger.

Ripple profitiert von Washington-Gipfel und starkem XRP-ETF-Zufluss

Wichtigste Erkenntnisse

  • Ripple-Chef Brad Garlinghouse war beim Kryptogipfel im Weißen Haus mit Präsident Trump und Aufsehern dabei.
  • US-XRP-ETFs verzeichneten einen Zufluss von 5,81 Millionen Dollar, den stärksten Tag seit dem 31. Juli, und halten zusammen rund 1,5 Prozent aller XRP.
  • Der XRP-Kurs stieg um etwa 11 Prozent auf rund 1,10 Dollar, während Unterstützung zwischen 1,00 Dollar und 1,03 Dollar und Widerstand zwischen 1,20 Dollar und 1,25 Dollar liegt.

Ripple hatte am Mittwoch an mehreren Fronten einen starken Tag. CEO Brad Garlinghouse setzte sich im Weißen Haus mit Präsident Trump an den Tisch, die US-amerikanischen XRP-ETFs zogen den stärksten Zufluss seit Ende Juli an und der XRP-Kurs legte um etwa 11 Prozent zu. Die Münze erreichte kurzzeitig rund 1,13 Dollar (0,97 Euro) und notierte später bei etwa 1,10 Dollar (0,95 Euro).

Garlinghouse im Weißen Haus

Die auffälligste Nachricht kam aus Washington. Garlinghouse war am 19. August beim Kryptogipfel im Weißen Haus anwesend und war dort der einzige Topmanager eines Unternehmens hinter einer Kryptowährung. Mit am Tisch saßen auch SEC-Vorsitzender Paul Atkins, CFTC-Vorsitzender Michael Selig und Coinbase-Chef Brian Armstrong.

Garlinghouse betonte im Anschluss, dass 67 Millionen Amerikaner Krypto besitzen, also fast 1 von 4. Damit wollte er vor allem zeigen, dass Krypto seiner Ansicht nach keine Nische mehr ist. Das Timing war zusätzlich relevant, weil die SEC in dieser Woche neue Regeln vorgestellt hat, die es Unternehmen erleichtern sollen, mit digitalen Münzen Kapital aufzunehmen. Trump rief den Kongress außerdem dazu auf, die CLARITY Act zügig zu verabschieden.

ETF-Zuflüsse ziehen an

Auch bei den XRP-ETFs gab es mehr Aktivität. Anleger steckten an einem Tag 5,81 Millionen Dollar (5 Millionen Euro) in die Fonds, der stärkste Tag seit dem 31. Juli. Die fünf Spot-ETFs halten zusammen inzwischen rund 1,5 Prozent aller XRP, die im Umlauf sind.

Das ist eine auffällige Entwicklung, zumal die Zuflüsse zuvor eher nachgelassen hatten. Das neue Interesse an XRP steht zudem nicht für sich allein. XRP-Nachfrage kühlt ab, aber Funding deutet auf Erholung hin hatte bereits zuvor gezeigt, dass sich der Markt schnell drehen kann, sobald Derivate- und ETF-Ströme wieder anziehen. Ripples Stablecoin RLUSD wuchs zuletzt nach einem frischen Mint von 10 Millionen Stück auf der XRP Ledger auf ein Angebot von rund 1,71 Milliarden Dollar (1,5 Milliarden Euro). RLUSD ist an den Dollar gekoppelt und wird vor allem von Banken und großen Unternehmen genutzt.

Was das für XRP bedeutet

Für europäische Krypto-Beobachter ist das vor allem relevant, weil Ripple gleichzeitig auf mehreren Ebenen sichtbar ist: politisch, bei Produkten und beim Marktinteresse. Die Kombination aus einem Besuch im Weißen Haus, neuen US-Regeln und mehr ETF-Zuflüssen zeigt, dass XRP wieder einen festen Platz in der breiteren Debatte über Krypto in den Vereinigten Staaten hat.

Für den Kurs bleiben die Bereiche um 1,00 Dollar (0,86 Euro) bis 1,03 Dollar (0,89 Euro) als Unterstützung wichtig. Auf der Oberseite liegt der Widerstand zwischen 1,20 Dollar (1,03 Euro) und 1,25 Dollar (1,08 Euro). Solange XRP dort noch nicht durchbricht, bleibt der jüngste Anstieg vor allem eine kräftige Erholung innerhalb eines volatilen Marktes.


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