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XRP fällt nach neuem Ripple-Deal in Korea unter 1 Dollar

Ripple expandiert in Südkorea mit Jeonbuk Bank, nennt für die Abwicklung aber kein Asset. Das nährt die Frage, ob RLUSD wichtiger wird als XRP selbst.

XRP fällt nach neuem Ripple-Deal in Korea unter 1 Dollar

Wichtigste Erkenntnisse

  • XRP fiel am Dienstag unter 1 Dollar und lag auf Wochensicht mehr als 2 % im Minus, während es hinter größeren Coins zurückblieb.
  • Ripple kündigte Jeonbuk Bank als ersten regionalen Bankpartner in Südkorea für Ripple Payments bei grenzüberschreitenden Überweisungen an.
  • Ripple nennt kein Asset für die Abwicklung, während RLUSD immer deutlicher als Settlement-Asset eingesetzt wird und XRP weniger Unterstützung erhält.

XRP ist am Dienstag unter die Marke von 1 Dollar (0,86 Euro) gefallen, während Ripple gleichzeitig seinen dritten koreanischen Bankpartner in diesem Jahr ankündigte. Der Token gab am Tag um mehr als 1 % nach und lag auf Wochensicht mehr als 2 % im Minus. Damit blieb er in beiden Zeiträumen hinter den größeren Coins zurück.

Neuer Bankpartner in Korea

Ripple teilte mit, dass Jeonbuk Bank als erste Regionalbank in Südkorea Ripple Payments für grenzüberschreitende Überweisungen einsetzen wird. Die Bank wurde 1969 in Jeonju gegründet und ist der dominierende Kreditgeber in ihrer Heimatprovinz. Bereits früher in diesem Jahr schloss Ripple Custody- und Wallet-Deals mit Kyobo Life Insurance und Kbank ab, was zeigt, dass das Unternehmen in Korea breit auf institutionelle Infrastruktur setzt.

Nach Angaben von Ripple sollen Geschäftskunden wie Importeure, Exporteure, IT-Start-ups und Online-Content-Creator von Zahlungen profitieren, die nur Sekunden bis Minuten dauern und rund um die Uhr verfügbar sind. Das ist eine klare Alternative zum traditionellen SWIFT-Weg, bei dem Zahlungen oft über mehrere Zwischenbanken laufen und Tage brauchen können, bis sie ankommen.

XRP und RLUSD auseinander

Auffällig ist, dass Ripple in der Ankündigung von near real-time Stablecoin-Cross-Border-Settlement sprach, ohne zu sagen, welches Asset die Abwicklung genau trägt. Das ist relevant, weil das Unternehmen im vergangenen Jahr gerade RLUSD, seinen an den Dollar gekoppelten Token, stärker als Settlement-Asset für institutionelle Anwendungen in den Vordergrund gerückt hat. CoinDesk erhielt von Ripple keine direkte Bestätigung dazu, welches Asset Jeonbuk Bank verwenden wird.

Diese Unklarheit hilft zu erklären, warum eine Reihe neuer Partnerschaften Ripple nicht automatisch mehr Unterstützung für XRP eingebracht hat. XRP lag im vergangenen Jahr noch über 3 Dollar (2,59 Euro), ist im August aber in Richtung der Marke von 1 Dollar (0,86 Euro) und darunter gefallen, während Ripple parallel weiter an Beziehungen zu Banken, Custody-Anbietern und Asset Managern arbeitet. Auf dem XRP Ledger ist außerdem zu sehen, dass RLUSD inzwischen einen großen Teil der Aktivität ausmacht: tokenisierte Real-World Assets auf der Chain sind laut früherer Berichterstattung rund 1,38 Milliarden Dollar (1,2 Milliarden Euro) wert, davon 845 Millionen Dollar (729 Millionen Euro) in RLUSD.

Bedeutung für Europa

Für europäische Krypto-Beobachter ist das vor allem ein Beispiel dafür, dass institutionelle Adoption nicht automatisch einen einzelnen Token stützen muss. Ripple kann Bankinfrastruktur ausrollen und gleichzeitig einem Stablecoin mehr Gewicht geben als XRP selbst. Das macht die Trennlinie zwischen Netzwerknutzung, Settlement und Tokenwert für Anleger, die die breitere Entwicklung des Ripple-Ökosystems verfolgen, besonders relevant.

Auch der Derivatemarkt zeigt, dass das Sentiment nicht eindeutig ist. Das Futures Open Interest lag diese Woche bei rund 2,78 Milliarden Dollar (2,4 Milliarden Euro), während auf Binance und OKX mehr Konten XRP long als short hielten. Gleichzeitig wurde der soziale Kommentarstrom rund um den Token laut der Quelle negativer als seit drei Monaten, was die Spannung zwischen Kursbewegung und Positionierung unterstreicht. Für eine weitere Einordnung dieser Marktdynamik ist relevant, dass Long-Positionen zunehmen, während der Kurs bei etwa 1 Dollar (0,86 Euro) festhängt."}]}


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