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Vitalik Buterin warnt vor Systemrisiken

Die Blockchain wächst mit ihren Aufgaben - oder scheitert daran.

Vitalik Buterin warnt vor Systemrisiken

Die Blockchain wächst mit ihren Aufgaben – oder scheitert daran. Vitalik Buterin warnt: Ethereum muss sich auf seine Kernthemen konzentrieren.

Mehr als 700.000 Validatoren, Staking im Wert von 42 Milliarden US-Dollar Ether: Seit dem Merge dient Ethereum als Vorzeigeblockchain des Proof-of-Stake-Prozesses – von dessen Erfolg andere Netzwerke profitieren wollen. Aber die fortgesetzte Nutzung des Staking-Mechanismus, um andere Netzwerke zu sichern, etwa durch Projekte wie Eigenlayer beim Re-Staking, kann Risiken mit sich bringen, sagt Vitalik Buterin. Laut dem Ethereum-Gründer muss sich das Sicherheitsmodell auf die Kernfunktionen des Netzwerks konzentrieren.

Re-Stake: Chance oder Gefahr?

Der Herzschlag einer Blockchain ist der Konsensprozess – die regelmäßige Einigung mehrerer Teilnehmer über einen bestimmten Netzwerkstatus. Dadurch erhalten Transaktionen Gültigkeit und Blockchains bleiben funktionsfähig. Der Aufbau eines dezentralen Sicherheitsnetzwerks kostet jedoch Zeit und Geld. Mittel, die kleinere Projekte sparen könnten, wenn sie sich zum Beispiel der Validatorengruppe von Ethereum anschließen.

Buterin spricht jedoch von hohen Systemrisiken für das Ökosystem. In dem als Re-Staking bekannten Modell könnten Interessenkonflikte entstehen, die die eigentliche Funktion der Validatoren – die Sicherung einer Blockchain – gefährden.

Ethereum muss das Minimalismus bewahren

Laut Buterin gibt es einen natürlichen Drang, den Kern der Blockchain mit immer mehr Funktionen auszubauen. Das hat seinen Preis: Jede Erweiterung macht den Kern selbst anfälliger. Sozialer Konsens ist ein fragiles Konstrukt, sagt Buterin, und sollte daher nur sparsam eingesetzt werden. Der Ethereum-Gründer nennt auch die Absicherung von Orakeln – der Datenaustausch von und zur Blockchain – als potenzielle Sicherheitsrisiken: "Sobald eine Blockchain versucht, sich nach außen zu öffnen, wirken sich Außenwelt-Konflikte auch auf die Blockchain aus".

Daher rät er, den Minimalismus der Blockchain zu bewahren. Gleichzeitig warnt er davor, die Reichweite der Blockchain-Konsens auf etwas anderes als das Verifizieren der Kernregeln des Ethereum-Protokolls auszudehnen. Solche Anwendungen könnten sehr leicht in Konflikt mit den Zielen der Gemeinschaft als Ganzes geraten.

Zudem könnten die Kosten und Risiken der Netzwerksicherung zunehmen: "Validatoren müssen menschlichen Aufwand übernehmen, um aufzupassen, zusätzlich Software zu betreiben und zu aktualisieren, damit sie gemäß den eingeführten Protokollen korrekt handeln." Das wird die Ethereum-Gemeinschaft dazu zwingen, viel mehr Entscheidungen zu treffen, die jeweils ein gewisses Risiko bergen, eine Spaltung in der Gemeinschaft zu verursachen."


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