Warum Staking die Marktkrise trotzt
Der Kryptomarkt steckt in einer Krise: Die Preise stagnieren, Investoren bleiben mit beiden Füßen auf dem Boden.

Der Kryptomarkt steckt in einer Krise: Die Preise stagnieren, Investoren bleiben mit beiden Füßen auf dem Boden. Warum Staking gerade jetzt attraktiver wird.
Der Kryptomarkt hat Anleger monatelang zappeln lassen: Preise ohne Momentum, Handelsvolumen erstarrt. Staking als Anlagemöglichkeit wird dagegen immer attraktiver. Nicht nur bei Ethereum, wo die Menge gespeicherter Coins ständig zunimmt. Vor allem in schwachen Marktphasen scheint das Staking sich als passives Nebeneinkommen zu etablieren. Alina Tielnova von Everstake, einem der größten Anbieter von Staking am Markt, erläutert im Deutschen BTC-ECHO die Vorteile für Anleger, warum Staking das Ungleichgewicht am Kryptomarkt trotzt und welche Trends im Aufschwung sind.
Sicherheit lohnt sich
In dem teilweise anarchischen Kryptomarkt wird Staking fast als veraltete Anlagestrategie betrachtet. Tokens werden für eine bestimmte Zeit blockiert und Investoren erhalten Rendite. Blockchain-Protokolle, die sich durch Proof-of-Stake absichern, erhalten so Liquidität. Genauer gesagt: Validierer, die für die Netzwerküberprüfung verantwortlich sind.
Dies hat zwei Nebeneffekte: Die Sicherheit der Netzwerke nimmt zu, weil die finanziellen Kosten von Angriffen steigen. Investoren erhalten zudem eine gewinnbringende Investitionsmöglichkeit. Bei Ethereum liegt die jährliche Rendite durchschnittlich bei etwa drei bis fünf Prozent. Abhängig von der Lock-up-Periode der zugesagten Tokens und dem Risiko – einige Anbieter verwenden Leverage über dem gestaketen Betrag, wodurch die Gewinne steigen.
Ist Staking derzeit lohnenswert?
Die Tatsache, dass sich die Preise momentan kaum bewegen, kommt der Staking-Marktseite zugute. Immer mehr Investoren stake n ihre Tokens und lassen die Zeit für sich arbeiten. Blockchain-Protokolle wie Ethereum, Solana oder Polygon verzeichnen große Gewinne, besonders in diesem Trockengebiet. Der Nachteil: Je mehr Investoren staken, desto niedriger die individuelle Rendite.
Everstake, einer der größten Staking-Anbieter mit mehr als 600.000 Nutzern, führt die steigende Nachfrage auch auf das Verlangen nach verzögerten Crypto-Investments zurück: „Bei Kryptowährungen ändert sich das Marktsentiment regelmäßig, aber Staking ist wie eine Langzeitinvestition“, erklärt Alina Tielnova, Head of Staking.
Als „zuverlässige Quelle passiven Einkommens“ dient Staking auch als Absicherung, wenn die Marktvolatilität wieder zunimmt. „Unabhängig von Marktschwankungen“ erhalten Anleger „laufende Gewinne“. Selbst wenn der Markt weiter abwärts driftet, was laut Alina Tielnova günstige Chancen bietet: „In der aktuellen Marktphase können Kryptowährungen zu niedrigeren Preisen gekauft werden, je höher der Staking-Einsatz, desto größer der Gewinn“.
Liquid Staking im Trend
Investoren können aus vielen Staking-Produkten wählen. In der Regel gilt: Je höher das Risiko, desto höher die Rendite. In Kombination mit DeFi-Protokollen holen manche Anbieter noch etwas mehr Rendite heraus, zum Beispiel durch Liquid Staking. Fonds, die beim „klassischen“ Staking für eine bestimmte Zeit blockiert werden und damit unflexibel sind, bleiben bei dieser Methode verfügbar, d. h. „liquide“. Der Einsatz wird in Tokens umgewandelt, die wiederum für DeFi-Transaktionen genutzt werden können.
Laut Alina Tielnova wird diese Methode „in diesem Jahr immer wichtiger“. Anleger profitieren in der Regel von „mehr Flexibilität und einer höheren APR“. Die Liquid Staking Tokens werden als Sicherheit durch Staking-Anbieter ausgezahlt oder direkt an Börsen verteilt. Es hat sich ein lebhafter Sekundärmarkt entwickelt, indem Einzahlungen in Token umgewandelt werden, die automatisch Staking-Belohnungen generieren und auch für andere Finanzanwendungen verfügbar sind.
Aber wo Licht ist, da ist auch Schatten. Im Vergleich zum herkömmlichen Staking gehen Investoren größere Risiken ein, sagt Alina Tielnova. DeFi-Anwendungen auf Smart Contracts bleiben anfällig. Staking kann auch verwirrend werden und damit ein Problem darstellen, wenn Steuererklärungen nötig sind. Zumindest in diesem Jahr können Gewinne aus Staking steuerpflichtig sein.