Worldcoin stoppt vorübergehend seine Aktivitäten in Spanien
Das KI-Krypto-Projekt Worldcoin wird verdächtigt, Datenschutzrichtlinien verletzt zu haben.

Das KI-Krypto-Projekt Worldcoin wird verdächtigt, Datenschutzrichtlinien verletzt zu haben. Derzeit läuft eine Untersuchung in der Europäischen Union. Als erster Schritt setzt Tools for Humanity, das Unternehmen hinter Worldcoin, nun seine Geschäftstätigkeiten in Spanien aus. Dies geht aus einer Pressemitteilung der spanischen Datenschutzbehörde AEPD.
Der Befehl wurde bereits im März erlassen. Tools for Humanity hat ihn nun umgesetzt. Konkret darf das Unternehmen in Spanien keine personenbezogenen Daten mehr sammeln oder verarbeiten. Der Startpunkt in Europa war eine Untersuchung durch das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht (LDA) zur Aufsicht über Datenschutz im vergangenen Sommer. Die Untersuchungen laufen nach wie vor.
Niemand weiß genau, wie viele Iris-Daten noch im System gelagert sind", erklärte Michael Will, der Vorsitzende des Bayerischen Landesamts für Datenschutzaufsicht (LDA), in einem Interview.
Die Geschäftstätigkeit in Spanien wird bis Ende des Jahres ausgesetzt, sofern das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht sein Verfahren bis dahin nicht abschließt. Aber auch außerhalb der Europäischen Union steht Worldcoin unter Druck. Ende Mai musste das Projekt seine Aktivitäten in Hongkong einstellen.