Fetch.ai und NuNet von demselben Angreifer getroffen
Blockaid ordnet den Drain derselben Wallet zu; vor allem NuNet wurde hart getroffen, während FET und NTX auf den Hack auf Ethereum reagierten.

Wichtigste Erkenntnisse
- Ein Angreifer hat über Fetch.ai und NuNet zusammen rund 2 Millionen Dollar gestohlen, wobei NuNet am stärksten betroffen war.
- Blockaid meldete, dass mit einer Wallet etwa 1,56 Millionen Dollar an FET und rund 452.000 Dollar an NTX erbeutet wurden.
- NTX fiel auf ein Allzeittief, und auch FET gab nach, während September nun auf mehr als 333 Millionen Dollar an gemeldeten Hacks kommt.
Ein Angreifer hat über Fetch.ai und NuNet zusammen rund 2 Millionen Dollar (1,7 Millionen Euro) erbeutet, wobei vor allem NuNet hart getroffen wurde. Der NTX-Token fiel am 20. September auf ein Allzeittief, während FET nach dem Vorfall ebenfalls nachgab.
Wie der Angriff ablief
Blockaid meldete am 20. September, dass ein Exploiter rund 1,56 Millionen Dollar (1,4 Millionen Euro) an FET aus einem Token-Konverter von Fetch.ai auf Ethereum abgezogen hat. Nach Angaben des Sicherheitsunternehmens wurde dabei eine gültige Signatur für einen Conversion-Authorizer verwendet, um die Funktion conversionIn auf TokenConversionManagerV3 aufzurufen.
Dieser eine Aufruf setzte den verbleibenden FET-Bestand des Konverters frei. Blockaid ordnete die Wallet des Angreifers 0x1572...c362 zu. Dieselbe Wallet erhielt dem Unternehmen zufolge auch einen großen NTX-Mint vom Deployer-Account von NuNet im Wert von rund 452.000 Dollar (394.400 Euro).
NTX fällt auf Tiefpunkt
Durch diese Kombination stieg der Gesamtschaden im Wallet-Cluster auf rund 2,01 Millionen Dollar (1,8 Millionen Euro). PeckShieldAlert meldete außerdem, dass der Angreifer die gestohlenen Mittel inzwischen in 546,36 ETH umgewandelt hatte, was zum Zeitpunkt der Meldung einem Wert von rund 1,44 Millionen Dollar (1,3 Millionen Euro) entsprach.
Für NuNet war die Auswirkung am größten. NTX fiel heute auf 0,000328 Dollar (0,0003 Euro) und wurde bei rund 0,0004 Dollar (0,0003 Euro) gehandelt, mehr als 70 % niedriger als 24 Stunden zuvor. FET gab im selben Zeitraum um etwa 5 % nach, auch wenn das mit einer breiteren Verkaufswelle am Kryptomarkt zusammenfiel, in der die gesamte Marktkapitalisierung um 4 % zurückging.
Warum das relevant ist
Der Angriff zeigt, dass Schwachstellen in KI-orientierten Blockchain-Projekten sich schnell auf den Tokenpreis und das Vertrauen in ein Protokoll auswirken können. Für europäische Kryptonutzer ist vor allem relevant, dass dieser Vorfall nicht isoliert steht: Der September brachte bereits mehrere große Hacks, darunter einen Verlust von 3,5 Millionen Dollar (3,1 Millionen Euro) bei Nostra drei Tage zuvor. Auch die Verschiebung hin zu Key- und Governance-Angriffen zeigt, dass Angreifer immer häufiger Autorisierungs- und Verwaltungsebenen ausnutzen, statt nur Smart Contracts anzugreifen.
DefiLlama hatte vor diesem Fetch.ai-Drain bereits Verluste von rund 331 Millionen Dollar (289 Millionen Euro) in 17 Vorfällen in diesem Monat erfasst. Mit Fetch.ai und NuNet liegt September nun bei mehr als 333 Millionen Dollar (291 Millionen Euro) an gemeldeten Schäden.