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Kevin O'Leary sieht 1 Million Dollar für Bitcoin, nennt aber ein Risiko

O’Leary knüpft sein Kursziel an Quantum Computing und die Frage, ob Bitcoins Verschlüsselung langfristig widerstandsfähig bleibt. Auch NIST und Google arbeiten an Post-Quantum-Sicherheit.

Kevin O'Leary sieht 1 Million Dollar für Bitcoin, nennt aber ein Risiko

Wichtigste Erkenntnisse

  • Kevin O’Leary sagt, dass Bitcoin eines Tages 1 Million Dollar erreichen kann, wenn mehr Vertrauen in den Schutz vor Quantum Computing entsteht.
  • Sein Vorbehalt dreht sich um das Q-Day-Szenario, in dem Quantencomputer möglicherweise Bitcoin-Kryptografie und Verschlüsselung brechen könnten.
  • O’Leary und andere Marktteilnehmer sehen dieses Sicherheitsrisiko als einen Faktor, der die institutionelle Bitcoin-Exponierung begrenzen könnte.

Kevin O’Leary sagt, dass Bitcoin eines Tages 1 Million Dollar (0,9 Millionen Euro) erreichen kann, aber nur, wenn der Markt mehr Vertrauen gewinnt, dass Quantum Computing die Sicherheit des Netzwerks nicht brechen kann. Der Vorsitzende von O’Leary Ventures erklärte diese Bedingung in einem Gespräch mit The Rollup während des Avalanche Summit in New York.

Quantum-Sorgen stehen im Mittelpunkt

O’Leary wurde direkt gefragt, ob Bitcoin jemals auf siebenstellige Werte steigen kann. Seine Antwort war ja, aber er knüpfte das an ein großes Problem: Unsicherheit rund um Quantum Computing und die Frage, ob diese Technologie die Algorithmen, die Chain und die Verschlüsselung von Bitcoin angreifen kann.

Diese Sorge dreht sich um das sogenannte Q-Day-Szenario, also den Zeitpunkt, an dem ein Quantencomputer stark genug wird, um öffentliche Kryptografie zu brechen. So weit ist es noch nicht. Dennoch wächst die Aufmerksamkeit für das Thema, weil die technische Hürde nach jüngeren Schätzungen niedriger liegt als zuvor angenommen. Blockstream schlug kürzlich bereits eine Post-Quantum-Alternative vor, was zeigt, dass Entwickler schon jetzt über eine mögliche Verteidigung nachdenken.

Wie groß ist das Risiko

Bitcoin handelte am 19. September bei rund 81.177 Dollar (70.800 Euro), laut BeInCrypto Markets. Ein Kurs von 1 Million Dollar (0,9 Millionen Euro) würde einem Anstieg von etwa 1.132 Prozent entsprechen, also mehr als dem Zwölffachen des aktuellen Niveaus.

Die Diskussion dreht sich nicht nur um die Zukunft. Glassnode berechnete im Mai, dass etwa 6,04 Millionen BTC, also 30,2 Prozent des ausgegebenen Angebots, bereits in Adressen liegen, deren öffentliche Schlüssel sichtbar sind. Das macht einen Teil des Bestands in der Theorie besser erkennbar, sobald Quantum Key-Breaking irgendwann praktisch wird.

Auch der Zeitplan für Gegenmaßnahmen wird enger. NIST will anfällige Verschlüsselung bis 2030 auslaufen lassen und bis 2035 verbieten. Google hat für seinen eigenen Umstieg auf Post-Quantum-Sicherheit eine Frist von 2029 genannt. Das macht die Vorbereitung dringlicher, auch wenn Q-Day noch nicht in Sicht ist.

Warum das Anleger betrifft

O’Leary sagte bereits Anfang dieses Jahres, dass Institutionen nicht über eine Bitcoin-Exponierung von 3 Prozent hinausgehen würden, solange dieses Risiko nicht gelöst ist. Auch Jefferies-Stratege Christopher Wood nahm wegen derselben Sorge eine Bitcoin-Position von 10 Prozent aus seinem Modellportfolio. Für europäische Krypto-Leser zeigt das, dass Sicherheit nicht nur ein technisches Thema ist, sondern auch mitentscheidet, wie große Akteure auf Bitcoin blicken.


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