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Wyden will BRCA im Clarity-Act-Streit halten

Wyden will, dass nicht-custodial Entwickler außerhalb der Money-Transmitter-Regeln bleiben. Die Debatte über Section 604 setzt den US-Clarity Act und die FinCEN-Politik unter Druck.

Wyden will BRCA im Clarity-Act-Streit halten

Wichtigste Erkenntnisse

  • Senator Ron Wyden will, dass die BRCA in jeder Version des Digital Asset Market Clarity Act erhalten bleibt.
  • Section 604 legt fest, dass nicht-custodial Softwareentwickler nicht automatisch als Money Transmitter eingestuft werden.
  • Das Ergebnis bleibt unklar, weil das Gesetz zusätzliche demokratische Stimmen braucht, um die 60-Stimmen-Hürde zu schaffen.

Senator Ron Wyden hat die Senatsführer John Thune und Chuck Schumer aufgefordert, die Blockchain Regulatory Certainty Act, kurz BRCA, in jeder Fassung des Digital Asset Market Clarity Act zu belassen, die den Senat erreicht. Der demokratische Senator aus Oregon machte das in einem aktuellen Brief und heizt damit die Diskussion um Section 604 erneut an.

Was Section 604 regelt

Die BRCA ist als Section 604 Teil des Clarity Act, der bereits vom Senate Banking Committee verabschiedet wurde. Die Regelung stellt klar, dass nicht-custodial Softwareentwickler nicht allein deshalb automatisch als Money Transmitter gelten, weil sie Code schreiben oder veröffentlichen. Aus Wydens Sicht ist das eine folgerichtige Klarstellung, da die BRCA an bestehende bundesweite Leitlinien anknüpft und der Bank Secrecy Act zusammen mit dem Strafrecht ausgelegt werden müsse.

Für die Kryptobranche ist diese Einordnung wichtig, weil die BRCA in der Praxis die Rolle von Blockchain-Entwicklern abgrenzen könnte, die keinen Zugriff auf Nutzergelder haben. Die Vorschrift knüpft zudem an frühere FinCEN-Leitlinien aus dem Jahr 2019 an, in denen ausdrücklich betont wurde, dass vor allem Parteien mit Kontrolle über Assets unter die Money-Transmitter-Regeln fallen.

Politischer und rechtlicher Druck

Wyden schrieb, die Regelung könne dazu beitragen, FinCEN und die Politik des Department of Justice besser aufeinander abzustimmen, damit sich die Durchsetzung stärker auf böswillige Akteure und weniger auf neutrale Entwickler richtet. In seinem Brief hob er außerdem hervor, dass jedes Gesetz zur Marktstruktur digitaler Assets robuste AML/CFT-Schutzmechanismen enthalten müsse, um Missbrauch durch schlechte Akteure einzudämmen.

Damit ist die BRCA zu einem der zentralen Streitpunkte rund um den Clarity Act geworden, neben dem Fehlen ethischer Vorgaben zu möglichen Interessenkonflikten. Die Unterstützung für den Text ist zwar nicht vollständig verschwunden, doch das Ergebnis bleibt offen, solange das Gesetz noch zusätzliche demokratische Stimmen braucht, um die 60-Stimmen-Hürde zu nehmen.

Bedeutung für Europa

Für europäische Krypto-Beobachter zeigt diese Debatte, wie stark die USA weiterhin um die Abgrenzung zwischen Softwareentwicklung und Finanzdienstleistungen ringen. Das ist auch für Blockchain-Unternehmen mit internationalen Teams relevant, weil US-Regeln beeinflussen können, wo Entwickler ihre Arbeit an der Infrastruktur organisieren. Selbst für Akteure, die unter MiCA arbeiten, bleibt der Unterschied zwischen Custody und reiner Softwareentwicklung ein wichtiger Bezugspunkt in der breiteren Regulierungsdebatte.


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