Yakovenko kritisiert Robinhood-Chain-Gebühren und Congestion-Gewinne
Der Solana-Gründer kritisiert vor allem das Gebührenmodell der auf Arbitrum laufenden Chain, auf der spekulativer Meme-Coin-Handel die Kosten und die Arbitrum-Einnahmen nach oben getrieben hat.

Wichtigste Erkenntnisse
- Anatoly Yakovenko kritisierte Robinhood Chain, weil die Plattform seiner Ansicht nach an Netzwerküberlastung verdient und Kosten in der App nicht klar anzeigt.
- Robinhood Chain ging am 1. Juli 2026 live, mit durchschnittlichen Transaktionskosten von rund $0,40 und täglichen Spitzen-Gas-Fees von etwa $3,75 Millionen.
- Laut dem Text profitiert Arbitrum über eine Gewinnvereinbarung mit, während Solana nach Yakovenkos Einschätzung Transaktionen für weniger als einen Cent verarbeiten kann.
Solana-Gründer Anatoly Yakovenko hat scharf gegen die Gebühren auf Robinhood Chain ausgeteilt. Seiner Ansicht nach verdient die Plattform an Netzwerküberlastung, während Nutzer die Rechnung über Kosten bezahlen, die in der App nicht offen ausgewiesen werden. Dieses Modell nennt er im Grunde unsinnig, zumal Solana dieselbe Arbeit seiner Ansicht nach für einen Bruchteil eines Cents erledigen kann.
Gebühren steigen schnell
Robinhood Chain ging am 1. Juli 2026 auf dem Mainnet live und läuft auf Arbitrum-Technologie, mit Abwicklung auf Ethereum und Ether als Gas. Seitdem sind die Kosten schnell gestiegen. Die durchschnittlichen Transaktionskosten liegen inzwischen bei rund $0,40 (€0,34), während die medianen Kosten laut den Daten bei $0,24 (€0,21) liegen und Robinhood Chain damit über 26 andere Chains liegt.
Der Aktivitätsschub fällt auf. Am 1. September stiegen die täglichen Gas Fees auf etwa $3,75 Millionen (€3,2 Millionen), ein Anstieg um rund das 82-Fache innerhalb von elf Tagen. Im selben Zeitraum verarbeitete das Netzwerk an einem Tag etwa 10,4 Millionen Transaktionen. Die höheren Kosten hängen laut dem bereitgestellten Kontext vor allem mit spekulativem Handel in Meme Coins zusammen, wobei der wöchentliche DEX-Umsatz zeitweise über $1 Milliarde (€0,9 Milliarden) lag.
Arbitrum profitiert mit
Die Gebührenstruktur von Robinhood Chain hat auch Folgen für Arbitrum. Laut den Lizenzvereinbarungen gehen 10% des Nettogewinns an Arbitrum, davon 8% an die DAO-Treasury und 2% an die Developer Guild. Im bereitgestellten Kontext flossen an einem Tag rund $377.000 (€324.400) direkt in die Arbitrum-DAO-Treasury.
Yakovenko wies außerdem darauf hin, dass Solana eine Basisgebühr von 5.000 Lamports pro Signatur verlangt. Bei einem Solana-Kurs von rund $102 (€88) bleibt das deutlich unter einem Cent pro Transaktion. Solana (SOL) lag am Tag der Diskussion 1,64% im Minus.
Warum das relevant ist
Für europäische Krypto-Beobachter zeigt das vor allem, wie unterschiedlich Gebührenmodelle auf Chains ausfallen können. Robinhood Chain kombiniert Layer-2-Ausführung mit Layer-1-Datengebühren, wodurch Nutzer mehr zahlen als auf Netzwerken, auf denen Transaktionen meist unter einem Cent bleiben. Das macht die Diskussion nicht nur technisch, sondern auch relevant für alle, die auf tokenisierten Handel und die Rolle von Gebühren im Kryptomarkt schauen. Die breitere Nutzung von Solana für tokenisierte Märkte zeigt sich auch in dem schnellen Wachstum des tokenisierten Aktienvolumens auf Solana.
Robinhood Chain ist außerdem nicht das erste Mal, dass eine App das Netzwerk wechselt: World verließ Solana und entschied sich zuvor für Robinhood Chain für seine eigene Tokenized-Finance-App.