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Bot Yoink erbeutet 7,8 Millionen Dollar aus Gnosis-Safe-Wallet

Sicherheitsfirmen verweisen auf einen Fehler in einem vertrauten Helper Contract, nicht im Kern von Safe. Kelp DAO sagt, dass rsETH weiterhin gedeckt ist; außerdem wurde der Angriff von einem Frontrunning-Bot überholt.

Bot Yoink erbeutet 7,8 Millionen Dollar aus Gnosis-Safe-Wallet

Wichtigste Erkenntnisse

  • Ein Angreifer hat rund 2.900 rsETH im Wert von 7,8 Millionen Dollar aus einer Gnosis Safe-Wallet auf Ethereum abgezogen.
  • Die Transaktion wurde von Bot Yoink frontgerannt, der rund 47.000 Dollar zahlte und 2.882 rsETH an eine andere Adresse schickte.
  • Der Fehler lag in einer Autorisierungsprüfung eines vertrauten Helper- und Multicall-Contracts, nicht in den Kernverträgen von Safe.

Ein Angreifer hat auf Ethereum rund 2.900 rsETH im Wert von etwa 7,8 Millionen Dollar (6,8 Millionen Euro) aus einer Gnosis Safe-Wallet abgezogen. Nach Angaben der Sicherheitsfirmen BlockSec, Blockaid und SlowMist wurde der Angriff anschließend noch von einem Bot namens Yoink überholt, der die Transaktion frontgerannt hat und die Tokens an eine andere Adresse schickte.

Wie der Angriff funktionierte

Die Wallet war so eingerichtet, dass ein Helper Contract Geld verschieben durfte, ein Aufbau, der häufiger bei Menschen vorkommt, die ihren Handel automatisieren. Laut SlowMist und BlockSec sollte dieser Helper prüfen, ob der Aufrufer berechtigt war, doch diese Prüfung schien jeden zu akzeptieren, der den Helper selbst als Ziel angab.

Der Angreifer wandelte danach rund 2.900 rsETH in einem Handels-Pool um, der nur wenige Minuten zuvor rund um einen wertlosen Token mit dem Namen Permissionless Attacker Token eingerichtet worden war. Dadurch blieb für die Wallet ein wertloser Beleg zurück. Yoink zahlte nach Angaben der Sicherheitsfirmen rund 47.000 Dollar (40.700 Euro), um sich Vorrang zu sichern, und nahm schließlich 2.882 rsETH an eine separate Adresse mit.

Fehler lag in vertrauenswürdiger Komponente

AstraSec schrieb auf X, dass der Kern des Problems in einer fehlerhaften Autorisierungsprüfung im Multicall Contract lag. Andere Sicherheitsfirmen kamen zu derselben Schlussfolgerung: Der Fehler steckte in einer Komponente, der der Wallet-Eigentümer selbst vertraut hatte, nicht in den Kernverträgen von Safe.

Diese Unterscheidung ist relevant, weil viele Krypto-Nutzer über Wallets und Helper Contracts zusätzliche Funktionen für Handel oder Automatisierung aktivieren. Eine frühere Untersuchung zu Dutzenden großer Smart-Contract-Angriffe zeigte bereits, dass erfolgreiche Exploits oft nicht nur auf einem technischen Bug beruhen, sondern auch auf menschlichen Entscheidungen und schwachen Annahmen rund um Nutzung und Berechtigung. Auch die Verschiebung hin zu Key- und Governance-Angriffen zeigt, dass Angreifer immer häufiger die schwächste Stelle bei Zugriff und Verwaltung ins Visier nehmen, nicht nur den Code selbst.

Warum das für Nutzer zählt

Kelp DAO, der Herausgeber von rsETH, sagte, dass seine Contracts sicher sind und rsETH vollständig gedeckt ist. Das Unternehmen teilte außerdem mit, dass es eine Adresse, die einige Stunden zuvor rsETH erhalten hatte, vorübergehend für 24 Stunden pausiert hat, damit sich der Token dort weder hinein- noch herausbewegen kann.

Für europäische Krypto-Nutzer zeigt dieser Vorfall, dass Risiken nicht nur in einem Protokoll selbst liegen, sondern auch in den zusätzlichen Schichten darum herum, etwa in Helper Contracts und automatisiertem Handel. Gerade bei Wallets, die mehrere Funktionen kombinieren, kann schon ein kleiner Fehler in der Zugriffskontrolle für einen großen Verlust ausreichen.


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