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Strategy warnt Bitcoin-Anleger vor einem Crash von 93%

Strategy betont in seinem Bitcoin-Leitfaden vor allem Custody-, Leverage- und Liquidationsrisiken. Bemerkenswert ist das, weil das Unternehmen selbst 845.050 BTC hält und zuletzt zusätzlich gekauft hat.

Strategy warnt Bitcoin-Anleger vor einem Crash von 93%

Wichtigste Erkenntnisse

  • Strategy hat einen Bitcoin-Leitfaden veröffentlicht, der Anleger vor hohen Verlusten durch Custody-Fehler, Leverage, Liquidation und andere Risiken warnt.
  • Das Unternehmen nennt einen historischen Bitcoin-Einbruch von 93,6 % im Jahr 2011 und eine schlechteste Jahresrendite von minus 83,6 %.
  • Strategy hielt am 7. September 845.050 BTC, also knapp über dem durchschnittlichen Kaufpreis von $75.412 pro Coin.

Strategy, das Unternehmen, das früher MicroStrategy hieß, hat einen Bitcoin-Leitfaden veröffentlicht, in dem es Anleger vor hohen Verlusten warnt. Der Leitfaden legt mehr Gewicht auf Risiken wie Custody-Fehler, Positionsgröße und Liquidation als auf die Aufwärtsseite von Bitcoin. Das ist bemerkenswert, weil Strategy selbst weiterhin stark auf seine eigene BTC-Position setzt.

Crash aus der Bitcoin-Geschichte

Im Leitfaden verweist Strategy auf den größten Rückgang in der Geschichte von Bitcoin. Im Jahr 2011 fiel der Kurs von rund $31 (€27) auf $2 (€1,73), ein Rückgang von 93,6 %. Das Unternehmen nennt außerdem eine schlechteste Rendite über ein Jahr von minus 83,6 %. Die Botschaft ist klar: Wer Bitcoin langfristig richtig einschätzt, kann kurzfristig trotzdem Geld verlieren.

Strategy schreibt, dass ein Anleger mit seiner Einschätzung zum Wertanstieg von Bitcoin richtig liegen kann und dennoch durch Leverage, Optionsverfall, eine ungünstige Kapitalstruktur, Unternehmensrisiken, Ausfall der Gegenpartei, hohe Kosten oder erzwungene Liquidation Verluste erleiden kann. Executive Chairman Michael Saylor teilte den Leitfaden am Wochenende.

Warum das jetzt auffällt

Die Warnung bekommt zusätzliches Gewicht, weil Strategy selbst tief in Bitcoin steckt. Den jüngsten Filings zufolge hielt das Unternehmen am 7. September 845.050 BTC, bei durchschnittlichen Kosten von $75.412 (€65.100) pro Coin. Das entspricht etwa 4,0 % des maximalen Angebots von 21 Millionen BTC. Bei einem Bitcoin-Kurs von rund $76.729 (€66.200) lag das Unternehmen damit nur knapp über seinem durchschnittlichen Kaufpreis.

Der Kontext ist auch sensibel, weil Strategy zuletzt wieder gekauft hat. Das Unternehmen nahm seine Käufe am 31. August wieder auf und zahlte damals im Schnitt $80.318 (€69.300) für 4.603 BTC. Dieser neue Kauf liegt inzwischen im Minus. Gleichzeitig notierte die Aktie MSTR am 12. September bei $130,97 (€113), bei einer Marktkapitalisierung von $46,17 Milliarden (€39,8 Milliarden).

Anleger lesen auch die Produktseite

Der Leitfaden ist nicht nur ein Risikodokument, sondern auch eine Art Produktüberblick. Strategy nennt darin die Stammaktien und Preferred Stock eines BTC-Treasury-Unternehmens als Anlageoptionen. Das Unternehmen sagt dabei offen, dass es von höheren Bitcoin-Preisen profitiert. Für europäische Krypto-Beobachter zeigt das, wie eng Treasury-Strategien, Unternehmensfinanzierung und BTC-Risiken inzwischen miteinander verknüpft sind.

Auch andere Bitcoin-Treasury-Unternehmen sahen sich in den vergangenen Tagen Kritik an ihrer Kapitalstruktur ausgesetzt; Metaplanet senkte etwa die Verwässerung nach Protesten von Aktionären.


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