1 Milliarde Dollar weg: Bankier verliert Zugriff auf Ethereum-Schatz
Das tut weh: Ein estnischer Bankier hat den Zugriff auf seine Wallet verloren, in der sich satte 250.000 Ethereum befinden, gekauft während des ICOs 2015.

Das tut weh: Ein estnischer Bankier hat den Zugriff auf seine Wallet View post on Xmit darin satten 250.000 Ethereum verloren, gekauft während des ICOs 2015. Damals waren sie rund 18 Millionen Dollar wert. Heute wäre diese ETH mehr als 1,15 Milliarden Dollar wert, also ein Wertanstieg von rund 15.000 Prozent.
Nicht jeder aus dieser Zeit hatte so viel Pech. On-Chain-Daten von Lookonchain zeigen, dass ein anderer ICO-Teilnehmer damals rund 2.300 ETH gekauft hat, heute gut für 9,9 Millionen Dollar. Er hat seine ETH kürzlich über Kraken verkauft.
Das Ethereum-ICO, das vom 22. Juli bis 2. September 2014 lief, brachte mit dem Verkauf von mehr als 60 Millionen ETH rund 18,3 Millionen Dollar ein. Der Durchschnittspreis lag bei 0,31 Dollar pro Coin. Für 1 BTC bekam man damals sogar 2.000 ETH. Die Erlöse wurden genutzt, um Ethereum zu entwickeln, das im Juli 2015 offiziell mit einem Gesamtangebot von 72 Millionen ETH gestartet wurde. Davon gingen etwa 83 Prozent an ICO-Investoren.
Ethereum ist aktuell im Aufwind: In den vergangenen 7 Tagen stieg der Kurs um mehr als 30 Prozent auf ein neues Rekordhoch von 4.800 Dollar. Die Investmentbank Standard Chartered hat ihr Kursziel für 2025 auf 7.500 Dollar und für 2028 sogar auf 25.000 Dollar angehoben, fast eine Verdopplung ihrer früheren Prognose. Die eigene Prognose von ChatGPT liegt bis zum Jahresende zwischen 5.100 und 5.400 Dollar.
Der Anstieg wird vor allem durch Rekordzuflüsse in Spot-ETH-ETFs angetrieben. Auch Krypto-Treasury-Unternehmen wie BitMine und Sharplink Gaming kaufen weiter aggressiv ETH ein, wodurch das Angebot zusätzlich schrumpft.
Trotzdem gibt es Kritik. Bitcoin-Maximalist Samson Mow sagte: „Niemand will Ethereum langfristig halten.“ Seiner Ansicht nach werden Anleger bei genug Kursgewinn ihre ETH verkaufen und den Erlös zurück in Bitcoin stecken.