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Aave-Gründer räumt Gerüchte über großen Tokenverkauf aus und bestätigt automatische Buybacks

Kulechov nennt die Verkaufsgerüchte falsch und verweist auf Gespräche über eine Aave-Labs-Allocation. Gleichzeitig bestätigt er Aavenomics 3.0 mit automatischen Buybacks für AAVE.

Aave-Gründer räumt Gerüchte über großen Tokenverkauf aus und bestätigt automatische Buybacks

Wichtigste Erkenntnisse

  • Aave-Gründer Stani Kulechov hat Gerüchte über einen Tokenverkauf mit 70 Prozent Rabatt ausgeräumt.
  • Er bestätigte Gespräche über eine AAVE-Allocation von Aave Labs und nannte die Berichterstattung über Kraken falsch eingeordnet.
  • Kulechov kündigte Aavenomics 3.0 an, mit automatischen Buybacks von AAVE zusätzlich zum bestehenden Rückkaufprogramm.

Aave-Gründer Stani Kulechov hat Gerüchte zurückgewiesen, dass das Protokoll AAVE-Token mit einem Rabatt von 70 Prozent verkaufen würde. Auslöser war ein Bericht, wonach die Krypto-Börse Kraken angeblich über einen Kauf von rund 15 Prozent an dem DeFi-Lender verhandeln soll, bei einer Bewertung von 385 Millionen Dollar. Weder Kraken noch Aave haben diese Details bestätigt. Der AAVE-Token legte nach den Nachrichten um fast 5 Prozent auf rund 82 Dollar zu.

Beziehung zwischen Aave und Kraken

Kulechov betonte, dass die Berichterstattung auf anonymen Quellen beruht und die Einordnung falsch sei. Er bestätigte aber, dass es Gespräche über den Verkauf einer AAVE-Allocation gegeben habe, die sich im Besitz von Aave Labs befindet. Das würde auf einer bestehenden Zusammenarbeit aufbauen: 2025 stimmte die Aave DAO mit fast einstimmiger Mehrheit (99,8%) der Lizenzierung des Aave-V3-Codes an die Ink Foundation von Kraken zu. Dadurch konnte Kraken auf seinem Layer-2-Netzwerk eine White-Label-Lending-Plattform starten, wobei die Erträge teilweise an Aave zurückfließen.

Diese Zusammenarbeit passt in die breitere Strategie von Kraken, das sich auf einen Börsengang vorbereitet und zuletzt auch Bitnomial übernommen hat, eine Plattform für Derivate mit seltenen US-Lizenzen.

Aaves Erholung und geplante Buybacks

Nach dem Exploit bei KelpDAO im April, bei dem bis zu 230 Millionen Dollar an faulen Schulden entstanden, erholt sich Aave langsam. Obwohl die Smart Contracts nicht gehackt wurden, gingen die Einlagen um mehr als ein Drittel zurück und liegen inzwischen bei etwa 12 Milliarden Dollar.

Kulechov wies darauf hin, dass Aave Labs nur Dienstleister für die DAO ist und keine Einnahmen aus dem Protokoll erhält. Alle Erträge aus dem Aave Protocol und dem Stablecoin GHO gehen direkt an die AAVE-Tokenhalter über das Aave-Will-Win-Modell. Außerdem kündigte er Aavenomics 3.0 an, eine neue Phase, in der Buybacks von AAVE automatisch ablaufen sollen. Das baut auf einem bestehenden Programm auf, das bis zu 50 Millionen Dollar pro Jahr für den Rückkauf von Token ausgeben darf.

Die angekündigten automatischen Buybacks könnten eine wichtige Rolle dabei spielen, den Tokenwert und das Vertrauen der Anleger zu stärken, gerade nach den jüngsten Rückschlägen.

Relevanz für europäische Krypto-Anleger

Für europäische Anleger ist es spannend zu sehen, wie Aave, ein führendes DeFi-Protokoll, aktiv daran arbeitet, sein Ökosystem und seine Tokenomics zu stärken. Die Zusammenarbeit mit Kraken, einer Börse, die sich auf einen Börsengang vorbereitet und über US-Lizenzen verfügt, könnte auf eine breitere institutionelle Adoption hindeuten. Außerdem könnte die Einführung automatischer Buybacks unter Aavenomics 3.0 für AAVE-Halter in Europa relevant sein, da das möglicherweise Einfluss auf das Angebot und die Preisdynamik des Tokens hat.

Die Diskussion um einen möglichen Kraken-Deal passt auch in die breitere Bewertungsfrage bei DeFi-Protokollen; Grayscale sieht AAVE als unterbewertet und setzt das Kursziel auf 179 Dollar innerhalb eines Jahres verwies schon früher auf die Kombination aus Einnahmen, Stablecoin-Wachstum und institutioneller Adoption als Treiber für den Token.


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