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Bank of Korea: Binance-Stablecoin-Handel drückt lokale Währungen

Die Studie verknüpft den direkten Handel mit USDT und USDC auf Binance mit Druck auf lokale Währungen, über Market Maker und den FX-Markt. Vor allem in aufstrebenden Märkten kann sich die Stablecoin-Nachfrage so auf den Wechselkurs auswirken.

Bank of Korea: Binance-Stablecoin-Handel drückt lokale Währungen

Wichtigste Erkenntnisse

  • Eine Studie der Bank of Korea verknüpft den direkten Stablecoin-Handel auf Binance mit schwächeren lokalen Währungen.
  • Fiat-Stablecoin-Paare auf Binance senkten lokale Stablecoin-Prämien im Schnitt um 0,33 bis 0,38 Prozentpunkte.
  • Die Forscher sahen, dass stärkerer Kaufdruck bei Stablecoins mit einer Abwertung lokaler Währungen zusammenhing, vor allem in Binance-gekoppelten Märkten.

Eine Studie der Bank of Korea sieht einen klaren Zusammenhang zwischen direktem Stablecoin-Handel auf Binance und schwächeren lokalen Währungen. Nach Einschätzung der Forscher kann die Nachfrage nach dollar-gekoppelten Stablecoins über den FX-Markt auf den Wechselkurs durchschlagen, vor allem wenn Anleger die Tokens direkt mit Fiatgeld kaufen können.

Wie Binance diesen Kanal öffnet

Die Studie von Jihyun Kim und Sangheum Cho untersuchte Situationen, in denen Binance den direkten Handel zwischen nationalen Währungen wie dem brasilianischen Real und Stablecoins wie USDT und USDC einführte. Dadurch konnten Anleger Stablecoins mit lokaler Währung kaufen, während professionelle Market Maker die Tokens bereitstellten.

Diese Market Maker erhielten dann einen Anreiz, ihre Positionen abzusichern, indem sie lokale Währungen verkauften und Dollar am Devisenmarkt kauften. Nach Einschätzung der Forscher entstand so ein Kanal, über den die Nachfrage nach Stablecoins nicht nur innerhalb von Krypto blieb, sondern auch Einfluss auf den Wechselkurs bekam.

Was die Studie herausfand

Nach der Einführung von Fiat-Stablecoin-Paaren sanken lokale Stablecoin-Prämien im Schnitt um etwa 0,33 bis 0,38 Prozentpunkte. Die Forscher sahen außerdem, dass Stablecoins häufiger von Binance zu lokalen Exchanges flossen, wenn der lokale Preis über dem von Binance lag.

In Binance-gekoppelten Währungen hing stärkerer Kaufdruck bei Stablecoins mit einer Abwertung der lokalen Währung zusammen. Südkorea selbst zeigte keine signifikante Wechselkursreaktion, weil es dort kein direktes Binance-Won-Paar gibt. Dort schlug sich der Kaufdruck vor allem in der lokalen Stablecoin-Prämie nieder.

Die Studie betrachtete 12 Währungen mit ausreichenden Daten, mit Kopplungsdaten zwischen 2019 und 2025. In einem separaten Test zeigte sich außerdem, dass mehr Google-Suchinteresse an Bitcoin, verwendet als Maß für die Krypto-Nachfrage, mit einer Abwertung des brasilianischen Real und einer höheren Stablecoin-Prämie in Brasilien zusammenhing.

Warum das relevant ist

Für europäische Leser zeigt das, dass Stablecoins nicht nur ein Krypto-Thema sind, sondern auch eine Brücke zum traditionellen Devisenmarkt schlagen können. Frühere Untersuchungen internationaler Institutionen wiesen bereits auf ähnliche Muster hin: Starke Stablecoin-Zuflüsse können lokale Währungen schwächen und die Kosten der Dollar-Finanzierung erhöhen. Das macht die Diskussion relevant für Aufseher und Märkte, in denen die Nutzung von Stablecoins weiter wächst, gerade in aufstrebenden Märkten, in denen Arbitrage weniger stark ausgeprägt ist.

Diese breitere Debatte spielt auch in Europa eine Rolle, wo Anbieter wie Revolut neue Euro-Stablecoin-Produkte unter MiCA einführen. Solche Initiativen zeigen, wie schnell Stablecoins sich vom Handelsinstrument zu einer Zahlungs- und Settlement-Ebene verschieben.


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