Garlinghouse kritisiert DNB-Goldverlagerung und lobt XRP
Garlinghouse nutzt die Goldaktion der DNB, um auf die langsame Abwicklung im traditionellen Sektor hinzuweisen. Dem stellt er XRP und Stablecoins gegenüber, während die BIS die XRP Ledger getestet hat.

Wichtigste Erkenntnisse
- Brad Garlinghouse kritisierte die Verlagerung von 86 Tonnen Gold durch De Nederlandsche Bank als Zeichen langsamer, altmodischer finanzieller Abwicklung.
- Laut dem Artikeltext verlagerte die DNB vor allem Papierarbeit: Fast 70 % der Goldverschiebung betraf einen Verkauf in New York und einen Rückkauf in London.
- XRP notierte bei rund $1,41 und blieb bei Institutionen im Blick, auch wegen eines BIS-Tests mit der XRP Ledger, bei dem die Verifizierung innerhalb weniger Sekunden erfolgte.
Ripple-Chef Brad Garlinghouse hat gegen die $11 Milliarden (€9,5 Milliarden) an Gold ausgeteilt, die De Nederlandsche Bank verlagert hat. Seiner Ansicht nach zeigt diese Aktion, dass der globale Finanzsektor noch immer so arbeitet, als wäre es 1940, während Krypto gerade zeigt, wie Werte schneller bewegt werden können.
DNB verlagerte 86 Tonnen Gold
De Nederlandsche Bank schickte zwischen März und August rund 86 Tonnen Gold nach London. Das Gold kam aus New York und Ottawa. Von dieser Verlagerung war laut den Zahlen fast 70 % vor allem eine Verschiebung auf dem Papier: Die DNB verkaufte in New York etwa 59 Tonnen und kaufte dieselbe Menge in London zurück.
Nur 27 Tonnen überquerten tatsächlich den Atlantik. New York hält nun 18,5 % der niederländischen Reserven, nach zuvor 31,3 %. London ist auf 32,1 % gestiegen. Insgesamt besitzt die DNB 612,4 Tonnen Gold mit einem Wert von 72,2 Milliarden Euro Ende 2025.
Warum Garlinghouse das anführt
Garlinghouse stellt diese langsame Abwicklung Krypto und Stablecoins gegenüber, die seiner Ansicht nach Werte deutlich schneller bewegen können als traditionelle Bankwege. Er verwies auch auf das Wachstum des Sektors, von einem Experiment im Wert von $1,5 Milliarden (€1,3 Milliarden) zu einem Markt von $2,7 Billionen (€2,3 Billionen).
Der Ripple-Chef nutzt solche Beispiele häufiger, um zu zeigen, dass er Krypto nicht als Gegner der Banken sieht, sondern als Möglichkeit, das bestehende System zu modernisieren. Ripple sagt schon länger, dass es der Bankenbranche helfen will, sich zu erneuern, statt mit ihr zu konkurrieren.
XRP bleibt bei Institutionen im Blick
Die Diskussion kommt zu einem Zeitpunkt, an dem XRP selbst bei rund $1,41 (€1,21) notiert, 2,76 % niedriger als einen Tag zuvor. Über drei Monate liegt der Kurs aber immer noch 21 % höher. Das macht die Münze erneut relevant in der Debatte über schnellere Abwicklung und institutionelle Nutzung.
Hinzu kommt, dass die Bank for International Settlements in diesem Monat einen Test mit der XRP Ledger durchgeführt hat. In diesem Test wurden offizielle Statistiken innerhalb von drei bis fünf Sekunden erfasst und die Verifizierung dauerte ein bis zwei Sekunden. Das sagt nichts über eine direkte Kursreaktion aus, zeigt aber, warum XRP bei Akteuren, die auf schnellere Abwicklung schauen, weiterhin auf dem Radar steht.