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Bitcoin zurück über 77.500 Dollar, während XRP die großen Coins anführt

XRP legte fast 3 % zu und zog die großen Tokens mit nach oben, während Bitcoin rund um den durchschnittlichen Einstandspreis aktiver Anleger Unterstützung fand. Der Markt schaut nun auf US-Arbeitsmarkt- und Inflationsdaten sowie auf den Zinspfad der Fed.

Bitcoin zurück über 77.500 Dollar, während XRP die großen Coins anführt

Wichtigste Erkenntnisse

  • Bitcoin erholte sich am Donnerstag auf knapp über 77.600 Dollar, nachdem der Kurs zuvor auf 76.400 Dollar gefallen war.
  • XRP stieg um fast 3 % auf 1,36 Dollar, während auch BNB, Solana und Tron im Plus lagen und Ether unter 2.400 Dollar blieb.
  • Der Markt blickt auf US-Arbeitsmarktdaten, Inflation und die Fed-Sitzung, während Zinsen und Anleihen die Stimmung rund um Krypto beeinflussen.

Bitcoin ist am Donnerstag am asiatischen Morgen wieder auf knapp über 77.600 Dollar (67.000 Euro) gestiegen, nachdem der Kurs in den späten US-amerikanischen Handelsstunden noch auf 76.400 Dollar (66.000 Euro) abgesackt war. XRP zog unter den großen Tokens mit einem Plus von fast 3 % auf 1,36 Dollar (1,17 Euro) die meiste Aufmerksamkeit auf sich, während BNB, Solana und Tron ebenfalls im grünen Bereich notierten. Ether blieb zurück und lag knapp unter 2.400 Dollar (2.070 Euro).

Bitcoin hält 76.350 Dollar (65.900 Euro) verteidigt

Laut Bitfinex lag der durchschnittliche Einstandspreis aktiver Anleger im Netzwerk bei rund 76.350 Dollar (65.900 Euro). Bitcoin näherte sich dieser Marke in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch und in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, doch Käufer stiegen ein, bevor diese Zone wirklich durchbrochen wurde. Die Analysten wiesen außerdem darauf hin, dass Anleger, die im Februar und März gekauft haben, in dieser Woche offenbar vor allem rund um ihren Einstiegskurs verkaufen, statt mit Verlust.

Auf Wochensicht bleibt das Bild gemischt. Ether liegt fast 4 % unter dem Stand von vor sieben Tagen, Tron rund 3 %, XRP etwa 3 % und Bitcoin ungefähr 1 %. Nur Zcash und HYPE halten unter den größeren Namen, die in diesem Überblick genannt wurden, noch Wochengewinne.

Fed und Anleihen geben den Ton an

Die Bewegung kam zu einem Zeitpunkt, an dem sich der US-Zins- und Anleihemarkt in die andere Richtung bewegte. Neue US-Angriffe in der Nähe der Straße von Hormus trieben den Ölpreis nach oben und rückten das Inflationsthema wieder in den Fokus. Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihe stieg dadurch auf knapp über 4,8 %, während der Dollarindex nahe 100 blieb.

Dieser makroökonomische Druck ist für Bitcoin besonders relevant, weil die Kryptowährung oft stark mit der Rendite der zehnjährigen Anleihe mitläuft. Historisch ist diese Korrelation klar sichtbar, und außerdem gilt der September als schwacher Monat für Bitcoin. Bitfinex nannte seit 2013 eine durchschnittliche Rendite von minus 2,95 %, während breitere historische Daten im September sogar auf durchschnittliche Verluste von rund 6 % hindeuten.

Payrolls könnten den Ton setzen

Für europäische Krypto-Follower ist vor allem die kommende Serie US-amerikanischer Arbeitsmarktdaten relevant. Der Markt blickt am Freitag auf den Arbeitsmarktbericht, danach könnten die Inflationsdaten vom 11. September und die Fed-Sitzung am 16. September weitere Hinweise für die Zinserwartungen liefern. Laut CME FedWatch liegt die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung um einen Viertelprozentpunkt inzwischen über 62 %, niedriger als am Vortag und deutlich höher als vor einer Woche.

Das macht die kommenden Tage wichtig für die Stimmung rund um Bitcoin und die großen Altcoins. Der Optionsmarkt rechnet bereits mit Schwankungen zwischen etwa 68.000 Dollar (58.700 Euro) und 75.000 Dollar (64.800 Euro) im Vorfeld der Daten, doch die Richtung danach hängt weiter von den Makrodaten und dem Zinspfad der Fed ab.

Bitcoin behält derweil auch den breiteren makroökonomischen Druck im Blick: In einem früheren Marktupdate wurde bereits beschrieben, wie Öl und der stärkere Dollar den Kurs um 76.000 Dollar (65.600 Euro) unter Druck setzten.


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