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Bitcoin hält sich trotz Druck durch Öl und Dollar

BTC bewegt sich zwischen 76.000 Dollar und 80.000 Dollar, während höhere Ölpreise, steigende Zinsen und ein stärkerer Dollar die Risikomärkte unter Druck setzen.

Bitcoin hält sich trotz Druck durch Öl und Dollar

Wichtigste Erkenntnisse

  • Bitcoin bleibt zwischen 76.000 Dollar und 80.000 Dollar stabil, während Aktien und Gold wegen der Unruhe an den Märkten unter Druck stehen.
  • Höhere Ölpreise und steigende Zinsen verstärken die Inflationssorgen und lassen die Chancen auf Zinssenkungen durch die Fed kleiner erscheinen.
  • Der stärkere Dollar bleibt ein Risiko für Bitcoin, das empfindlich auf Bewegungen im DXY und bei den Zinsen reagiert.

Bitcoin bleibt auffallend stabil, während höhere Ölpreise, steigende Zinsen und ein stärkerer Dollar die breiteren Märkte unruhig machen. Der Kurs schwankte in den vergangenen Tagen zwischen 76.000 Dollar (65.600 Euro) und 80.000 Dollar (69.000 Euro), nachdem BTC am Freitag noch um fast 3 % auf knapp unter 77.000 Dollar (66.400 Euro) gefallen war. Dieser Kontrast zu Aktien und Gold macht Bitcoin erneut zu einem auffälligen Ausreißer in einem nervösen Makroumfeld.

Öl und Zinsen steigen

Futures auf WTI-Öl stiegen über 90 Dollar (78 Euro) und liegen diese Woche fast 9 % höher. Das verstärkt die Inflationssorgen und lässt den Spielraum für Zinssenkungen durch die Fed kleiner erscheinen. Gleichzeitig steigen die langfristigen Staatsanleiherenditen in den entwickelten Märkten weiter, weil die Sorgen um die öffentlichen Finanzen zunehmen.

In den USA stieg die 10-Jahres-Rendite um 10 Basispunkte auf 4,81 % und damit auf den höchsten Stand seit 2023. Das macht Kredite teurer und kann die Risikobereitschaft in der Wirtschaft und an den Finanzmärkten dämpfen. Auch Aktien spüren diesen Druck: Der S&P 500 fiel am Montag zum dritten Handelstag in Folge und markierte ein Vier-Wochen-Tief.

Bitcoin bleibt relativ stark

Während Gold in weniger als einer Woche von 4.700 Dollar (4.060 Euro) auf 4.300 Dollar (3.710 Euro) je Unze zurückfiel, hält sich Bitcoin besser. Das heißt nicht, dass der Markt ruhig ist, aber es deutet darauf hin, dass Käufer Rücksetzer bislang auffangen wollen. Vorläufig bleibt BTC damit eines der wenigen großen Assets, das sich nicht klar an die Schwäche der traditionellen Märkte anpasst.

Der stärkere Dollar bleibt allerdings ein wichtiges Risiko. Der Dollar Index legte in der vergangenen Woche um fast 1 % zu und liegt bei rund 99,67. Im April lag die 30-Tage-Korrelation zwischen Bitcoin und dem DXY laut Marktdaten sogar bei -0,90, was zeigt, wie empfindlich BTC auf eine Drehung im Dollar reagieren kann. Das passt zu früheren Phasen, in denen höhere Zinsen und Ölpreise den Kryptomarkt unter Druck setzten, wie Bitcoin bleibt stabil nach US-Angriff auf Iran gezeigt hat.

Bedeutung für Europa

Für europäische Krypto-Interessierte ist das vor allem relevant, weil sich Bitcoin erneut wie ein Asset verhält, das sich von Aktien und Gold abkoppeln kann, gerade wenn der Makrodruck zunimmt. Gleichzeitig zeigt die Kombination aus teurerer Energie, höheren Zinsen und einem stärkeren Dollar, dass BTC auch in so einem Umfeld nicht immun gegen breitere Finanzschocks ist. Das macht die kommenden Bewegungen beim Dollar und bei den Zinsen besonders wichtig zu beobachten.


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