Der größte Bullenlauf aller Zeiten steht bevor?
Dass Bitcoin seit Jahresbeginn um fast 60 Prozent gestiegen ist und jetzt sogar ein neues Allzeithoch erreicht hat, ist kein Zufall.

Dass Bitcoin seit Jahresbeginn um fast 60 Prozent gestiegen ist und jetzt sogar ein neues Allzeithoch erreicht hat, ist kein Zufall. Zwar trägt der in Januar von der US-Börsenaufsicht SEC genehmigte Bitcoin-Spot-ETF stark zur Preisexplosion bei, doch es ist nur ein Indikator für den aktuellen Bull Run. Weitere Gründe sind das derzeit geringe globale Interesse und die Entkoppelung von Bitcoin von etablierten Vermögenswerten. Aber ist das nur Spekulation oder Fakten?
ETFs und Halving führen zu einer Angebotsschock für Bitcoin
Jeden Tag gelangen durchschnittlich 900 BTC ins Angebot. Am 13. Februar kauften BlackRock und weitere Investmentfonds rund 12.735 BTC an einem Tag. Das entspricht mehr als dem Zehnfachen der Bitcoins, die täglich gemined werden.

Die rechte Spalte zeigt den täglichen Zu- und Abfluss aller BTC-Spot-ETFs I Br.: BitMEX
Beitrag auf X ansehen zeigt, dass ETF-Sponsoren in den letzten sieben Tagen fast 55.000 BTC aus dem Markt geholt haben. Das ist grob das Doppelte dessen, was in zwei Monaten gemined wird.
Der Preis steigt durch die explosiven Nachfragen und das knappe Angebot. Die Bitcoin-Preisentwicklung spitze sich dadurch zu: BTC ist im vergangenen Monat um rund 30 Prozent gestiegen.

Bitcoin-Halving halbiert die sogenannte Blocksubvention I Br.: Beitrag auf X ansehen
Was die Angebotsschock — und damit der Preisdruck — wahrscheinlich weiter anheizen wird, ist das Halving. Ab dem 20. April 2024 wird die Menge an Bitcoin, die täglich in den Markt fließt, halbiert — es kommen dann nur noch 450 BTC pro Tag in das System.
Wenn die Nachfrage von der Wall Street stark bleibt, dürfte der Preis weiter steigen.
Globale Interesse an Bitcoin hat gerade erst begonnen
Trotz der Aufmerksamkeit, die Bitcoin derzeit von der Wall Street erhält, setzt sich das weltweite Interesse nur allmählich durch. In den letzten Wochen ist das Wort "Bitcoin" weltweit in Google Trends gestiegen. Das Suchvolumen erreichte im ETF-Wochenzeitraum des letzten Jahres einen Rekordwert — und seither sinkt es weiter. Ein Vergleich mit 2021 — dem Höhepunkt der letzten Bullenmarkt-Phase — ist ebenfalls interessant.

Das Suchvolumen war am höchsten im Mai 2021 I Br.: Google Trends
Das Suchvolumen ist bei weitem nicht auf dem letzten Stand. Dies zeigt sich auch bei den Aufrufen von Crypto-YouTube-Videos. Diese liegen sogar unter dem Niveau der Bear Market-Phase 2022. Die aktuelle Preisrallye scheint daher vor allem von institutionellen Investoren getragen zu werden, während Bitcoin noch nicht in die Radar von Privatanlegern gerückt ist.
Es gibt also noch viel Raum für Verbesserungen – sowohl beim Bitcoin-Preis als auch beim öffentlichen Interesse. Falls BTC weiter steigt, könnten einige Bekannte der Bitcoin-Community bald sagen: "Ist das jetzt der richtige Moment zum Einstieg?".
Bitcoin korreliert kurzfristig nicht mit Gold und Aktienindizes
Bis jetzt hat Bitcoin ähnlich wie etablierte Vermögenswerte auf Zinssatz- und Inflationsdaten reagiert. Mit den neuesten Entwicklungen hat sich die Kryptowährung davon jedoch gelöst. Während Gold unter 2.000 USD fiel, sanken die Aktienindizes S&P 500 und Nasdaq 100 um jeweils 1,4 bzw. 1,8 Prozent.
Außerdem schwindet die Hoffnung auf eine baldige Lockerung der Zinspolitik durch die US-Inflationsdaten. Derzeit besteht nur eine Wahrscheinlichkeit von 34 Prozent, dass die US-Notenbank Federal Reserve Anfang Mai die Zinsen senkt.
Es gibt eine klare positive Korrelation zwischen dem BTC-Preis und der M2-Geldmenge. Doch wenn sich Bitcoin langfristig gegen eine weitere Korrelation mit anderen Vermögenswerten behaupten kann, wird die größte Kryptowährung noch attraktiver als alternatives Wertaufbewahrungsmittel für Portfoliodiversifikation.
Spekulation oder Tatsache: Wird dies die größte Bull Run aller Zeiten?
Das Angebot von Bitcoin ist begrenzt, das ist Fakt. Die Anzahl an Coins, die jemals im Umlauf sein werden, beträgt 21 Millionen. Achtung: Ein erheblicher Teil der aktuell im Umlauf befindlichen 19,6 Millionen BTC gilt als verlorengegangen. In Kombination mit dem kommenden Halving führt dies zu erheblichem Druck auf das Angebot.
Bisher hat die Nachfrage von ETF-Sponsoren zugenommen. Es wird jedoch spekuliert, dass der ETF-Zufluss anhalten wird.
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