BIS und europäische Zentralbanken entwickeln ein Krypto-Überwachungssystem
Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIS) arbeitet mit Zentralbanken in Europa an der Entwicklung eines Systems zur Analyse von Kryptowährungen und DeFi.
Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIS) arbeitet mit Zentralbanken in Europa an der Entwicklung eines Systems zur Analyse von Kryptowährungen und DeFi.
Die Banken präsentierten die Datensammlungsplattform am 4. Oktober unter dem Projektname Atlas. Sie zielt darauf ab, die makroökonomische Relevanz von Krypto-Assetmärkten und DeFi zu untersuchen. Das Projekt befindet sich in der Proof-of-Concept-Phase. Der Fokus liegt darauf, die Methodik zur Datenerhebung zu verbessern und die Plattform weiterzuentwickeln.
Laut BIS kombiniert Atlas On- und Off-Chain-Informationen, wodurch ein mehrschichtiger Ansatz zur Datenverifizierung und maßgeschneiderten Statistiken für Zentralbanken entsteht. Konkret bedeutet das: Daten, die von Kryptobörsen gesammelt werden, sowie detailliertere Daten, die aus öffentlichen Blockchains stammen, werden für die Analyse verwendet.
Der Bericht des Projekts beschreibt, wie der Proof-of-Concept Transaktionen zwischen Kryptobörsen im Bitcoin-Netzwerk verwendet werden, sowie den Standort dieser Börsen, als Proxy für grenzüberschreitende Kapitalströme. Daten zur Zuordnung koppeln On-Chain-Transaktionen an Kryptobörsen, die dann ihren geografischen Standort zugewiesen werden (wo möglich).
"Atlas ermöglicht eine Vielzahl von Use-Cases. Forscher können die Microdata strukturiert analysieren, während Entscheidungsträger Zugriff auf maßgeschneiderte Dashboards haben, um auf einen Blick Einsichten zu gewinnen. Ich bin gespannt auf das Potenzial und die zukünftigen Entwicklungen dieses Projekts," so Burkhard Balz, Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank.