Bitcoin und Ethereum schießen hoch: War das Zoll-Durcheinander nur ein Missverständnis?
Nachdem der US-Präsident Trump zusätzliche Zölle gegen China angekündigt hat, geriet der Kryptomarkt in Panik.

Nachdem der US-Präsident Trump zusätzliche Einfuhrzölle gegen China angekündigt hatte, geriet der Kryptomarkt in Panik. Jetzt scheint es jedoch eine Wende zu geben.
Nach dem größten Kryptowährungcrash aller Zeiten schossen Bitcoin und Ethereum am Sonntagnachmittag erneut deutlich nach oben. Der Grund: Laut jüngsten Berichten soll der gesamte Zollcrash vom 10. Oktober eines großen Missverständnisses zwischen Trump und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping gewesen sein.
Aus China klingt nun, dass die neuen Kontrollen zu Seltenen Erden keine vollständiges Exportverbot bedeuten und Anträge, die den Regeln entsprechen, genehmigt werden. Die größte Kryptoliquidation in der Geschichte und ein Verlust von 2,5 Billionen US-Dollar an der Marktkapitalisierung des S&P 500 könnten also auf ein großes Missverständnis zurückzuführen sein.
Auch der amerikanische Vizepräsident JD Vance setzt die Deeskalation nach der Klarstellung aus China fort. Er sagte am Sonntag: „Wir schätzen die Freundschaft zwischen Trump und Xi. Präsident Trump hofft, dass die USA kein Druckmittel gegen China einsetzen müssen.“ Außerdem erklärte er, dass Trump bereit ist, „angemessen mit China zu verhandeln.“
Gegen 18.45 Uhr sprach der US-Präsident selbst: „Mach dir keine Sorgen um China, es wird schon alles gut! Der hoch geachtete Präsident Xi hatte einfach einen schlechten Moment. Er will keine Depression für sein Land, und ich auch nicht. Die USA wollen China helfen, nicht schaden!“
Dabei erreichte Ethereum erneut die Grenze von 4.100 US-Dollar, Bitcoin stieg auf über 114.000 Dollar. Wie zu erwarten war, kletterte auch der Altcoin-Markt wieder stark nach oben.
Noch vor nicht allzu langer Zeit hatte China mit Gegenmaßnahmen gedroht. Peking hatte Washington aufgefordert, sein „falsches Handelsverhalten“ zu korrigieren und die Ergebnisse früherer Handelsgespräche zu respektieren. Wenn die USA ihren Kurs beibehalten würden, würde China entschieden vorgehen, um seine Rechte und Interessen zu schützen. Man wollte keinen neuen Handelskrieg mit den USA, befürchtete ihn aber auch nicht.