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Bitcoin-Boden in Sicht, da zwei Analysten dasselbe sehen

Charles Edwards sieht über Stablecoin-Liquidität einen möglichen Boden, während Root auf Unterstützung rund um das 21-Wochen- und 200-Tage-Durchschnittsniveau verweist. Bitcoin hält diese Niveaus bislang noch knapp.

Bitcoin-Boden in Sicht, da zwei Analysten dasselbe sehen

Wichtigste Erkenntnisse

  • Zwei unabhängige Analysten sehen Signale, dass der Bitcoin-Boden möglicherweise bereits erreicht ist.
  • Charles Edwards verweist auf sinkende Stablecoin-Liquidität, während Root auf Zyklusstruktur und Kursdurchschnitte schaut.
  • Bitcoin blieb bei rund $79.755 über wichtigen Niveaus, darunter dem 21-Wochen-Durchschnitt von $79.355.

Zwei unabhängige Analysten sagen, dass der Bitcoin-Boden erreicht ist, und beide kommen über einen anderen Weg zum selben Schluss. Charles Edwards schaut auf Stablecoin-Liquidität, während der Analyst Root vor allem die Zyklusstruktur und das Kursbild betrachtet. Bitcoin handelte dabei bei rund $79.755 (€68.600), knapp über dem Niveau, das ihrer Analyse zufolge wichtig ist, um die Boden-These aufrechtzuerhalten.

Zwei Signale weisen in dieselbe Richtung

Edwards, Gründer von Capriole Investments, veröffentlichte sein Signal am 4. September. Sein Market Hedge Ratio verfolgt das Verhältnis zwischen USDT und Bitcoin über einen gleitenden Zeitraum von 30 Tagen. Der Indikator fiel auf -20,42% und näherte sich damit fast der Grenze von -20,78% in seiner Grafik. Laut Edwards deutet ein sinkendes Verhältnis darauf hin, dass Kapital aus Stablecoins in Richtung Bitcoin umgeschichtet wird.

Er sprach dabei nicht von einer Garantie für einen Bullenmarkt, sondern eher von einer Situation, in der der Spielraum nach unten begrenzt erscheint, solange sich das Verhältnis nicht wieder dreht. Sein eigener Zeithorizont ist kurz: Er spricht von Wochen, nicht von Monaten. Unabhängig davon kam Root auf eine ähnliche Schlussfolgerung auf Basis der Preisstruktur. Er schaut auf den Moment, in dem Bitcoin wieder über das 200-Tage-Durchschnittsniveau, das 21-Wochen-Durchschnittsniveau und die Kostenbasis der Short-Term Holder steigt.

Warum dieses Niveau zählt

Bitcoin lag zum Zeitpunkt der Veröffentlichung 0,23% niedriger als am Vortag. Trotzdem blieb der Kurs über allen drei Niveaus, die Root verwendet. Das 21-Wochen-Durchschnittsniveau lag bei $79.355 (€68.300), sodass Bitcoin dort nur noch 0,5% darüber lag. Darunter liegen die Kostenbasis der Short-Term Holder bei $70.853 (€61.000) und das 200-Tage-Durchschnittsniveau bei $69.785 (€60.000).

Diese beiden niedrigeren Niveaus liegen dicht beieinander und bilden zusammen eine Supportzone um $70.000 (€60.200). Grayscale hatte seine eigene Boden-Einschätzung zuvor ebenfalls in diesem Bereich angesetzt. Ein Wochenschluss unter dieser Zone würde beide Analysen gleichzeitig unter Druck setzen. Solange Bitcoin über $79.355 (€68.300) bleibt, bleiben beide Szenarien intakt.

Relevanz für europäische Leser

Für europäische Krypto-Anleger ist das vor allem relevant, weil es zeigt, wie unterschiedlich Analysten denselben Markt lesen. Die einen schauen auf Liquidität in Stablecoins, die anderen auf Langfriststruktur und Durchschnitte, die in früheren Bärenmärkten oft wichtig waren. Das macht das Signal nicht sicherer, aber breiter untermauert als eine einzelne Kursreaktion. Auch der jüngste Verkaufsdruck von Walen passt in dieses breitere Bild eines Marktes, der weiterhin zwischen Unterstützung und Distribution balanciert.


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