Bitcoin fällt unter 80.000 Dollar, während Whales verkaufen
Glassnode sieht, dass nun alle Wallet-Gruppen netto verkaufen; vor allem Whales nehmen nach der starken August-Rallye Gewinne mit. Die Zone um 83.000 Dollar und der 50-Wochen-Moving-Average halten Bitcoin auf.

Wichtigste Erkenntnisse
- Bitcoin befindet sich erstmals seit Anfang Juni in einem Nettoverkauf, während der Kurs nach Schwierigkeiten um 83.000 Dollar unter 80.000 Dollar zurückfiel.
- Glassnode meldet, dass alle Wallet-Gruppen verkaufen; der Accumulation Trend Score liegt bei 0,37 und vor allem Whales mit mindestens 1.000 BTC nehmen Gewinne mit.
- Der Kurs stößt bei 83.000 Dollar und dem 50-Wochen-Moving-Average bei rund 79.687 Dollar auf Widerstand, nach einem starken Anstieg Mitte August.
Bitcoin ist erstmals seit Anfang Juni in eine Phase des Nettoverkaufs geraten, während der Kurs Mühe hat, über 83.000 Dollar (71.400 Euro) zu steigen. Die größte Krypto fiel danach wieder unter 80.000 Dollar (68.800 Euro), nach einem starken Anstieg Anfang August.
Whales nehmen Gewinne mit
Glassnode sieht, dass alle Wallet-Gruppen zusammen derzeit Bitcoin verkaufen statt nachzukaufen. Der Accumulation Trend Score liegt bei 0,37, was auf Distribution hindeutet. Vor allem Whales mit mindestens 1.000 BTC sind auf der Verkaufsseite aktiv.
Das ist eine deutliche Kehrtwende gegenüber den fast drei Monaten davor, als nahezu alle Gruppen gerade akkumulierten. In dieser Phase bewegte sich Bitcoin vor allem seitwärts um 60.000 Dollar (51.600 Euro). Die aktuelle Verkaufswelle folgt also auf eine längere Phase, in der große und kleinere Halter ihre Coins eher aufstockten.
Unterstützung und Widerstand
Bitcoin bleibt nun in der Zone um 83.000 Dollar (71.400 Euro) hängen, und auch der 50-Wochen-Moving-Average, der laut Glassnode bei 79.687 Dollar (68.600 Euro) liegt, bremst den Kurs. Der Rückgang kommt nach einem der stärksten Wochengewinne seit Jahren, als Bitcoin Mitte August von rund 64.000 Dollar (55.100 Euro) auf 79.000 Dollar (68.000 Euro) sprang.
Dieser Anstieg fiel zusammen mit der Ankündigung des US-Finanzministers Scott Bessent, dass die USA Pläne hatten, Staatsanleihen zurückzukaufen, was dazu beitrug, die Renditen am langen Ende des Anleihemarkts zu dämpfen. Das verschaffte dem Kryptomarkt vorübergehend zusätzlichen Spielraum, doch eine Erholung über den jüngsten Widerstand ist seitdem ausgeblieben.
Warum das für Anleger wichtig ist
Für europäische Krypto-Anleger ist vor allem relevant, dass die Bewegung nicht nur vom Spotmarkt getragen wird, sondern auch von großen Wallet-Gruppen und dem US-Markt. Im Juni 2026 kauften Whale-Adressen laut Glassnode noch mehr als 270.000 BTC um 59.000 Dollar (50.800 Euro), während US-Spot-Bitcoin-ETFs im selben Zeitraum Rekordabflüsse von rund 4,06 Milliarden Dollar (3,5 Milliarden Euro) verzeichneten. Das zeigt, wie schnell sich das Verhalten großer Marktteilnehmer drehen kann.
Der jüngste Rückgang passt auch zum breiteren Makrobild: Höhere Zinsen und starke US-Arbeitsmarktdaten setzten Bitcoin in den vergangenen Tagen häufiger unter Druck, wie in Starke US-Beschäftigungsdaten drücken Bitcoin unter 80.000 Dollar beschrieben wurde.