Bitcoin hält 79.000 Dollar, während die Fed-Wahrscheinlichkeit steigt
Der Markt rechnet nach starken US-Arbeitsmarktdaten mit einer höheren Fed-Wahrscheinlichkeit, während Spot-Bitcoin-ETFs in den USA weiterhin Zuflüsse verzeichnen.

Wichtigste Erkenntnisse
- Bitcoin blieb am Montagmorgen in Asien knapp über 79.300 Dollar und lag in 24 Stunden weniger als 1% im Minus.
- Zcash war mit fast 1.183 Dollar der Ausreißer, nach einem Anstieg von mehr als 3% am Tag und 45% in einer Woche.
- US-amerikanische Spot-Bitcoin-ETFs zogen in den ersten vier Handelstagen im September zusammen rund 770 Millionen Dollar an.
Bitcoin blieb am Montagmorgen in Asien knapp über 79.300 Dollar (68.200 Euro). Die Kryptowährung fiel in 24 Stunden um weniger als 1% und lag auf Wochensicht rund 2% im Plus. Gleichzeitig stach Zcash mit einem Kurs von fast 1.183 Dollar (1.020 Euro) hervor, nach einem Anstieg von mehr als 3% am Tag und 45% in einer Woche. Der Rest des Kryptomarkts bewegte sich deutlich weniger stark.
Bitcoin bleibt stabil
Die größte Krypto hielt sich auffallend gut, nachdem die US-amerikanischen Arbeitsmarktdaten die Aufmerksamkeit erneut auf die Federal Reserve lenkten. Die Beschäftigungszahlen für August lagen bei 162.000 und damit deutlich über der Erwartung von etwa 56.000. Das erhöhte die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung bei der Fed-Sitzung am 15. und 16. September. Marktteilnehmer kalkulierten laut den bereitgestellten Daten mit einer Wahrscheinlichkeit von etwa 58%, nach knapp unter 50% zuvor.
Auch die Renditen auf US-Staatsanleihen stiegen. Die Zweijahresrendite erreichte mit fast 4,4% ein 52-Wochen-Hoch. Trotzdem hielt sich der Kryptomarkt besser als Aktien, die die stärkeren Zinserwartungen deutlich spürbarer zu sehen bekamen.
Zcash zieht die Aufmerksamkeit auf sich
Zcash war der klare Ausreißer. Die Coin durchbrach am Freitag erstmals seit 2016 die Marke von 1.000 Dollar (860 Euro) und setzte diese Bewegung am Montag fort. Monero fiel um fast 3%, hielt aber weiterhin ein Wochenplus von 4%.
Bei den größeren Coins war das Bild ruhiger. BNB gab 2% nach, Dogecoin und Solana verloren jeweils etwa 1%, während Ether, XRP, Tron und Hyperliquid innerhalb von 1% um die Nulllinie blieben. Über sieben Tage zeigte sich der Markt jedoch im Plus: BNB lag fast 9% höher, Dogecoin mehr als 8% höher und Hyperliquid 7% höher.
Zuflüsse in Bitcoin-ETFs
Für europäische Kryptonutzer ist vor allem relevant, dass die Zuflüsse in US-amerikanische Spot-Bitcoin-ETFs die höheren Zinserwartungen bislang auffangen. Diese Fonds zogen in den ersten vier Handelstagen im September zusammen rund 770 Millionen Dollar (663 Millionen Euro) an. Das deutet darauf hin, dass die institutionelle Nachfrage weiterhin eine wichtige Rolle spielt, auch wenn der Markt mit strafferen monetären Bedingungen rechnet.