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Britische Arbeitsmarkterholung trifft auf starke US-Daten und Bitcoin-Rückgang

Starke US-Arbeitsmarktdaten erhöhten die Wahrscheinlichkeit einer Fed-Zinserhöhung, woraufhin Bitcoin wieder unter 79.000 Dollar fiel. Im Vereinigten Königreich zeigte der Arbeitsmarkt dagegen erstmals seit Jahren wieder Erholung.

Britische Arbeitsmarkterholung trifft auf starke US-Daten und Bitcoin-Rückgang

Wichtigste Erkenntnisse

  • Britische Festanstellungen stiegen im August erstmals seit September 2022, was auf eine vorsichtige Erholung des Arbeitsmarkts hindeutet.
  • US-Arbeitgeber schufen 162.000 Stellen, deutlich mehr als erwartet, wodurch die Wahrscheinlichkeit einer Fed-Zinserhöhung zunahm.
  • Bitcoin fiel nach dem US-Arbeitsmarktbericht von über 80.000 Dollar auf 78.649 Dollar, mit einem maximalen Rückgang von 3,5%.

Britische Festanstellungen sind im August erstmals seit September 2022 wieder gestiegen, während starke US-amerikanische Arbeitsmarktdaten die Spekulationen über eine Zinserhöhung durch die Federal Reserve deutlich anheizten. Für Krypto-Anleger war vor allem die Reaktion auf Bitcoin auffällig: Der Kurs fiel zurück, nachdem die Arbeitsmarktdaten aus den USA veröffentlicht wurden.

Britischer Arbeitsmarkt dreht ins Plus

Die Recruitment and Employment Confederation verfolgt gemeinsam mit KPMG jeden Monat die Festanstellungen im Vereinigten Königreich. Ihr Index stieg im August auf 50,5, nach 50,0 im Juli. Das ist der erste Wert über der neutralen Marke seit fast vier Jahren und deutet auf eine vorsichtige Erholung des britischen Arbeitsmarkts hin.

Auch befristete Aufträge zeigten mehr Stärke. Der Umsatz aus temporärer Arbeit wuchs im zweitschnellsten Tempo seit mehr als drei Jahren. Die Zahl der offenen Stellen ging zwar weiter zurück, aber weniger stark als zuvor, während die Verfügbarkeit von Kandidaten im Dreimonatsvergleich am stärksten zunahm. Laut der Erhebung stiegen zudem die Einstiegsgehälter für Festanstellungen so stark wie seit Januar nicht mehr.

Starke US-Daten setzen die Fed unter Druck

Auf der anderen Seite des Atlantiks fielen die US-Zahlen deutlich stärker aus als erwartet. Arbeitgeber schufen im August 162.000 Stellen, weit über den 65.000, mit denen Ökonomen gerechnet hatten. Die Arbeitslosenquote blieb bei 4,1%, während sich das Lohnwachstum auf 3,1% im Jahresvergleich abschwächte.

Diese Kombination hielt den Markt bei der nächsten Entscheidung der Fed in Alarmbereitschaft. Die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung bei der kommenden Sitzung, gemessen am CME FedWatch, stieg auf knapp unter 60%. Das fiel mit einem Rückgang an der Wall Street zusammen, wo der S&P 500 um bis zu 0,4% nachgab und der Dow Jones Industrial Average mehr als 260 Punkte verlor, bevor ein Teil der Verluste wieder aufgeholt wurde.

Bitcoin bewegte sich mit. Der Kurs lag zuvor über 80.000 Dollar (68.800 Euro), fiel nach dem Arbeitsmarktbericht aber auf 78.649 Dollar (67.700 Euro), ein Rückgang von maximal 3,5%.

Warum das für Krypto relevant ist

Für europäische Krypto-Leser ist vor allem die Kombination aus Arbeitsmarktdaten und Zinserwartungen relevant. Bitcoin reagiert oft schnell auf Verschiebungen in der Geldpolitik, weil höhere Zinsen die Attraktivität risikoreicher Anlagen verändern können. Das zeigte sich auch, als starke US-Arbeitsmarktdaten Bitcoin unter 80.000 Dollar drückten. Sollte die Fed am 16. September tatsächlich die Zinsen anheben, könnte sich das sowohl in den USA als auch in Europa bemerkbar machen, wo Anleger bereits auf eine fragile Erholung des Arbeitsmarkts achten.


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