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Bitcoin kämpft trotz 40 Billionen Dollar Schulden mit dem Debasement-Trade

Die US-Schulden über 40 Billionen Dollar halten die Debatte über knappe Assets am Leben, doch hohe reale Zinsen und Eingriffe am Anleihemarkt bremsen die Bitcoin-Rally.

Bitcoin kämpft trotz 40 Billionen Dollar Schulden mit dem Debasement-Trade

Wichtigste Erkenntnisse

  • Die US-Staatsverschuldung ist über 40 Billionen Dollar gestiegen, während Bitcoin bei rund 80.000 Dollar notiert und deutlich unter seinem Rekord bleibt.
  • BloFin sagt, dass der Debasement-Trade in eine zweite Phase eintritt, in der auch Politik rund um Kreditkosten und Eingriffe am Anleihemarkt eine Rolle spielen.
  • Bitcoin legte im August um etwa 25% zu, nachdem die langen Zinsen gestiegen waren und das US-Finanzministerium seine Buybacks ausgeweitet hatte.

Die US-amerikanische Staatsverschuldung ist über 40 Billionen Dollar (€34,4 Billionen) gestiegen, doch Bitcoin notiert weiter bei rund 80.000 Dollar (€68.800) und damit etwa 37% unter seinem Rekord vom vergangenen Jahr. Das setzt eines der ältesten Makronarrative rund um Bitcoin unter Druck: Wenn höhere Schulden und schwächere Währungen knappe Assets attraktiver machen, warum ist Bitcoin dann 2026 so oft gefallen?

Schulden und Politik

Analysten von BloFin sagen, dass der Debasement-Trade in eine zweite Phase eingetreten ist. In dieser Phase achten Anleger nicht nur auf Geldschöpfung und Haushaltsdefizite, sondern auch auf Versuche der Regierung, die Kreditkosten zu steuern. Die US-Regierung fährt weiterhin ein Defizit von fast 6% des BIP, während die lange Rendite hoch bleibt.

Laut dem Bericht verlor die Erzählung Anfang 2026 an Kraft. Bitcoin fiel damals unter 62.000 Dollar (€53.300), und auch Gold und Silber gaben deutlich nach. BloFin führt das teilweise auf die Nominierung von Kevin Warsh als Fed-Vorsitzenden zurück, weil der Markt ihn als jemanden sah, der weniger schnell auf eine aggressive Bilanzausweitung setzen würde, um fiskalischen Druck aufzufangen.

Der Anleihemarkt gab das Signal

Im August änderte sich das Bild. Am 18. August erreichte die Rendite 30-jähriger US-Staatsanleihen den höchsten Stand seit 2007. Einen Tag später teilte das US-Finanzministerium mit, dass es die maximale Größe der Liquiditätsunterstützung über Buybacks in bestimmten Anleihen mit Laufzeiten von 10 bis 30 Jahren mindestens verdoppeln werde, von 2 Milliarden Dollar (€1,7 Milliarden) auf mindestens 4 Milliarden Dollar (€3,4 Milliarden) pro Operation.

Bitcoin stieg im August um etwa 25% und kletterte von rund 64.000 Dollar (€55.100) auf fast 80.000 Dollar (€68.800). BloFin sieht darin ein Zeichen dafür, dass Anleger immer genauer darauf achten, ob die Politik höhere Kreditkosten tatsächlich weiter akzeptiert. Das Finanzministerium kann selbst kein Geld drucken, doch die Entscheidung, Buybacks auszuweiten, zeigt, dass der Druck am Anleihemarkt ernst genommen wird.

Warum das für Bitcoin zählt

Für europäische Kryptonutzer ist vor allem relevant, dass sich die Debatte nicht mehr nur um Inflation oder geldpolitische Lockerung dreht. Die Kombination aus hoher Verschuldung, steigenden Zinslasten und Eingriffen am Anleihemarkt kann die Diskussion über knappe Assets wie Bitcoin länger relevant halten. Gleichzeitig bleibt ein Gegengewicht bestehen: 10-jährige reale Treasury-Renditen liegen weiter bei rund 2,4%, wodurch Staatsanleihen für viele Anleger weiterhin eine attraktive Alternative sind.

Das hilft auch zu erklären, warum Bitcoin 2026 noch immer stark an einen klassischen Kryptozyklus erinnert. Der Kurs erreichte seinen Höchststand etwa 534 Tage nach dem Halving im April 2024, ähnlich wie frühere Zyklusspitzen in 2017 und 2021, und fiel danach um mehr als die Hälfte zurück, bevor eine Erholung einsetzte. Der Debasement-Trade ist damit nicht verschwunden, doch der Markt scheint weiter nach dem Zeitpunkt zu suchen, an dem die Erzählung wirklich schwerer wiegt als die Zinsen. Eine jüngste Rally wurde zudem auch von der Erwartung getragen, dass die Fed die Zinsen länger unverändert lässt, wie auch die Reaktion auf das Signal von Christopher Waller zeigte.


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