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Bitcoin-ETFs bleiben 2026 noch 1 Milliarde Dollar im Minus

Die Zuflüsse erholen sich nach schwachen Monaten, doch Mai und Juni halten die Jahresbilanz weiter im roten Bereich. CPI-Daten und Treasury-Renditen sollen nun zeigen, ob die Nachfrage von BlackRock- und Fidelity-Fonds anhält.

Bitcoin-ETFs bleiben 2026 noch 1 Milliarde Dollar im Minus

Wichtigste Erkenntnisse

  • US-amerikanische Spot-Bitcoin-ETFs zogen im August 3,52 Milliarden Dollar an und im September bislang 770,15 Millionen Dollar.
  • Trotz der jüngsten Zuflüsse liegen die ETFs 2026 noch bei etwa 1 Milliarde Dollar im Minus.
  • Analysten nennen CPI-Daten und einen Treasury-Buyback als wichtig für das Anhalten der Zuflüsse.

Die Nachfrage nach US-amerikanischen Spot-Bitcoin-ETFs hat sich in den vergangenen Wochen erholt, doch über das gesamte Jahr 2026 liegen die Fonds weiterhin rund 1 Milliarde Dollar (0,9 Milliarden Euro) im Minus. Nach einem starken August und einem positiven Start in den September ist wieder mehr Geld zugeflossen, auch wenn das noch nicht reicht, um die früheren Abflüsse in diesem Jahr vollständig auszugleichen.

Starke Zuflüsse im August

Laut Daten von SoSoValue nahmen die Spot-Bitcoin-ETFs im August 3,52 Milliarden Dollar (3 Milliarden Euro) ein. Im September kamen bislang weitere 770,15 Millionen Dollar (663 Millionen Euro) hinzu. Das zeigt, dass Anleger erneut mehr Interesse an diesen Anlageinstrumenten zeigen, nachdem die Nachfrage eine Zeit lang deutlich nachgelassen hatte.

Trotzdem bleibt die Jahresbilanz negativ. Vor allem Mai und Juni belasteten das Ergebnis stark. Allein im Juni gab es Abflüsse von 4,51 Milliarden Dollar (3,9 Milliarden Euro), womit die Gewinne aus März und April vollständig ausgelöscht wurden. Deshalb müssen die Bullen weiter nachlegen, bevor die ETFs in diesem Jahr wieder bei null stehen.

CPI und Renditen im Blick

Analysten der Krypto-Börse Bitfinex sagten gegenüber CoinDesk, dass die kommenden Inflationsdaten und ein Treasury-Buyback wichtig dafür seien, ob die Zuflüsse anhalten. Der US-CPI wird am Donnerstag veröffentlicht. Ihrer Einschätzung nach zeigt der Devisenmarkt bereits, dass höhere Anleiherenditen Bitcoin nicht automatisch bremsen.

Hinzu kommt, dass der Markt für Spot-Bitcoin-ETFs inzwischen einen festen Platz in der traditionellen Finanzwelt hat. Seit dem Start im Januar 2024 haben diese Fonds institutionellen Akteuren wie Pensionsfonds und Corporate Treasuries einen regulierten Weg gegeben, um ein Exposure zu Bitcoin aufzubauen. Im Jahr 2026 stieg der kumulierte Nettozufluss bereits auf mehr als 53 Milliarden Dollar (45,6 Milliarden Euro), was zeigt, wie groß diese Nachfrage inzwischen sein kann. Auch ein starker Zuflusstag im September zeigte, dass die Nachfrage schnell anziehen kann, sobald sich die Stimmung verbessert.

Bedeutung für Europa

Für europäische Krypto-Beobachter ist das relevant, weil die US-ETF-Ströme oft ein gutes Bild der institutionellen Nachfrage nach Bitcoin geben. Wenn diese Nachfrage anhält, kann das auch etwas darüber aussagen, wie groß die Rolle regulierter Produkte im Kryptomarkt inzwischen ist. Gleichzeitig zeigt die Dominanz großer Anbieter wie BlackRock und Fidelity, dass dieser Markt immer stärker von Größe, Kosten und Vertrauen geprägt ist.


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