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Bitcoin-Inhaber hören nach 260.000-BTC-Welle mit dem Verkaufen auf

Glassnode sieht, dass Langzeitinhaber im August nach einer Welle von rund 260.000 BTC fast mit dem Verkaufen aufgehört haben. Der Kurs testet nun die Unterstützung bei rund 76.500 Dollar, während neue Käufer unter Druck stehen.

Bitcoin-Inhaber hören nach 260.000-BTC-Welle mit dem Verkaufen auf

Wichtigste Erkenntnisse

  • Bitcoin notiert nach einem Rückgang von 3% bei rund 76.300 Dollar, während Langzeitinhaber im August fast mit dem Verkaufen aufgehört haben.
  • Die Verkaufswelle von etwa 260.000 BTC war die größte seit Januar 2025 und fiel mit einer entscheidenden Unterstützung bei rund 76.500 Dollar zusammen.
  • Neue Käufer stehen unter Druck; fällt BTC unter 76.500 Dollar, rückt die Zone um 73.000 bis 75.000 Dollar in den Fokus.

Bitcoin notiert bei rund 76.300 Dollar (66.100 Euro) nach einem Rückgang von 3% auf Tagesbasis, während Langzeitinhaber im August fast aufgehört haben zu verkaufen. Diese Verschiebung ist wichtig, weil die jüngste Verkaufswelle von etwa 260.000 BTC die Marktstruktur sichtbar verändert hat und nun mit einer entscheidenden Unterstützung bei rund 76.500 Dollar (66.300 Euro) zusammenfällt.

Verkaufswelle kam zum Stillstand

Glassnode-Daten zeigen, dass die Netto-Position der Langzeitinhaber Mitte August deutlich negativ wurde. Die Welle lief auf etwa 260.000 BTC hinaus, den tiefsten Stand seit Januar 2025. Zum Vergleich: Beim vorherigen Allzeithoch Ende 2025 verkauften diese Inhaber laut denselben Daten etwa 170.000 BTC. Das bedeutet, dass im August mehr Bitcoin rund um 80.000 Dollar (69.300 Euro) verkauft wurde als damals, als BTC bei 122.000 Dollar (105.700 Euro) stand.

Auffällig ist, dass dieselbe Gruppe zwischen März und Juni noch Bitcoin gekauft hat. Im August drehte sich dieses Bild um, doch Richtung September ist dieser Verkaufsdruck fast vollständig verschwunden. Das macht die jüngste Kursschwäche besonders relevant, weil inzwischen ein großer Teil der Coins bei neueren Käufern liegt.

Neue Käufer unter Druck

CryptoQuant-Daten zeigen, wer diese Coins aufgenommen hat. Das Angebot der Short-Term Holder im Verlust war neun Monate lang dominant und erreichte einen Höchststand von über 600 Milliarden Dollar (520 Milliarden Euro). Im August drehte sich das: Das Angebot im Gewinn stieg auf etwa 260 Milliarden Dollar (225 Milliarden Euro), während die Verluste fast verschwanden. Inzwischen liegt dieser Gewinn wieder bei 168,2 Milliarden Dollar (146 Milliarden Euro), und die Verluste sind auf 102,6 Milliarden Dollar (88,9 Milliarden Euro) gestiegen, da BTC weiter gefallen ist.

Die Grafik zeigt auch, warum diese Wende anfällig bleibt. Bitcoin durchbrach zunächst die fallende Trendlinie vom Januar-Hoch, scheiterte aber Anfang September bei rund 82.613 Dollar (71.600 Euro). Danach fiel der Kurs unter das 0,5-Fibonacci-Retracement bei 77.876 Dollar (67.500 Euro). Das Handelsvolumen ging seit Ende August zurück, ohne dass es einen starken Verkaufstag gab, während sich der RSI von etwa 78 auf 53 abkühlte.

Warum 76.500 Dollar (66.300 Euro) wichtig sind

Für europäische Krypto-Leser ist das vor allem relevant, weil Bitcoin weiterhin den Ton für den breiteren Kryptomarkt angibt. Bleibt der Kurs über 76.500 Dollar (66.300 Euro) und steigt später wieder über 81.000 Dollar (70.200 Euro), bleibt die aktuelle Gewinnwende bei neuen Käufern intakt. Fällt BTC darunter, rückt die Zone um 73.000 Dollar (63.300 Euro) bis 75.000 Dollar (65.000 Euro) in den Fokus, wo viele August-Käufer wieder im Minus wären.

Ein zusätzliches Langzeitsignal ist, dass sich am 13. September 63,12% aller Bitcoin in Adressen befanden, die seit mehr als einem Jahr nicht bewegt worden waren. Das ist der höchste Anteil seit Januar 2012. Gleichzeitig hängt dieser historische Kontext weiter davon ab, ob der Vierjahresrhythmus von Bitcoin Bestand hat, woran immer mehr Marktmodelle Zweifel anmelden.


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