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Clarity Act soll US-Regeln für Krypto festlegen

Thanedar will, dass der Senat schnell Klarheit über die Aufsicht zwischen SEC und CFTC schafft. Das Gesetz enthält auch Regeln für DeFi und soll Handel und Innovation in den USA weniger in Offshore-Märkte drängen.

Clarity Act soll US-Regeln für Krypto festlegen

Wichtigste Erkenntnisse

  • Rep. Shri Thanedar will, dass der Senat die Clarity Act zügig behandelt, um klare US-Kryptoregeln festzulegen.
  • Nach seiner Einschätzung bremst Unsicherheit Innovation aus und verlagert einen großen Teil des Kryptohandels weiterhin in Offshore-Märkte.
  • Das Gesetz soll die Aufsicht zwischen SEC und CFTC klarer regeln und Verbraucherschutz, Durchsetzung und Innovation besser verankern.

Rep. Shri Thanedar drängt darauf, dass der US-Senat die Clarity Act zügig behandelt. Nach seiner Einschätzung braucht die Kryptobranche in den USA dringend klare Regeln, weil die aktuelle Unsicherheit Innovationen bremst und ein großer Teil des Handels weiterhin offshore stattfindet.

Warum das Gesetz jetzt relevant ist

Thanedar verknüpft die Debatte mit breiteren Problemen im Finanzsystem. In seinem Wahlkreis in Detroit ist nach seiner Aussage ein Viertel der Einwohner unbanked oder underbanked, was zeigt, dass viele Amerikaner weiterhin nur eingeschränkten Zugang zu traditionellen Finanzdienstleistungen haben. Er nennt Blockchain deshalb eine Technologie, die mehr Wettbewerb und neue Lösungen bringen kann.

Die Clarity Act soll seiner Ansicht nach einen transparenten und innovationsfreundlichen Rahmen für digitale Assets schaffen. Das Gesetz könnte nächste Woche im Senat in die Debatte und in Änderungsanträge gehen, wenn mindestens 60 Senatoren zustimmen. Das Repräsentantenhaus hatte bereits zuvor eine Version des Gesetzes mit 294 zu 134 Stimmen verabschiedet.

Streit um die Aufsicht

Ein wichtiger Punkt in der Debatte ist die Aufteilung der Aufsicht zwischen der SEC und der CFTC. Das Gesetz soll diese Unklarheit verringern und zugleich Verbraucherschutz und Durchsetzung besser verankern. Das ist relevant, weil die CFTC nach Thanedars Angaben seit dem Amtsantritt von Donald Trump ein Viertel ihres Personals verloren hat, wodurch ein vom Kongress festgelegter Rahmen umso wichtiger erscheinen dürfte.

Das Gesetz wurde inzwischen mehrfach angepasst. Dabei ging es unter anderem um Ethikregeln für mögliche Interessenkonflikte bei öffentlichen Amtsträgern und um spezifische Regeln für DeFi-Protokolle. Außerdem erhielt der Text parteiübergreifende Unterstützung, nachdem der Bankenausschuss des Senats das Gesetz im Mai 2026 genehmigte und das Repräsentantenhaus bereits im Juli 2025 einer ähnlichen Version zustimmte.

Bedeutung für Kryptounternehmen

Für europäische Krypto-Beobachter zeigt diese Debatte, wie groß der Unterschied weiterhin zwischen Märkten mit klaren Regeln und Märkten ist, in denen Aufseher und Politik noch nach einer festen Linie suchen. Wenn die USA einen klareren Rahmen festlegen, könnte das für Kryptounternehmen relevant sein, die derzeit entscheiden müssen, wo sie Produkte, Personal und Handel ansiedeln wollen. Thanedar sagt, das Gesetz könne der Branche stabilere Regeln geben, die länger halten als der aktuelle politische Zyklus.


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