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Senat stimmt über Clarity Act ab, während Bitcoin Unterstützung testet

Die prozedurale Abstimmung ist ein wichtiger Zwischenschritt für das US-Kryptogesetz mit Folgen für DeFi, Stablecoins und die Aufteilung der Zuständigkeiten zwischen SEC und CFTC.

Senat stimmt über Clarity Act ab, während Bitcoin Unterstützung testet

Wichtigste Erkenntnisse

  • Der US-Senat stimmt am Dienstag über einen Cloture-Antrag ab, um den Clarity Act voranzubringen, doch das Gesetz ist noch nicht verabschiedet.
  • Bitcoin liegt an einem wichtigen technischen Niveau; eine Zustimmung könnte einen Anstieg in Richtung $88.000 bis $90.000 auslösen, eine Ablehnung könnte Rückgänge bringen.
  • Ethereum, Solana und XRP könnten laut Analysten profitieren, wenn das Gesetz klarere Grenzen zwischen SEC und CFTC zieht.

Der US-Senat stimmt später am Dienstag über einen Cloture-Antrag ab, um den Clarity Act voranzubringen. Wenn diese prozedurale Abstimmung gelingt, kann die Debatte weitergehen und das Gesetz rückt einer Schlussabstimmung näher, doch verabschiedet ist es dann noch nicht. Gleichzeitig liegt Bitcoin an einem wichtigen technischen Niveau, weshalb der Markt das Ergebnis besonders genau verfolgt.

Prozeduraler Schritt im Senat

Laut Tim Sun, Senior Researcher bei HashKey Group, liegt die Erfolgswahrscheinlichkeit bei etwa fifty-fifty. Er sagte, die Chance, dass die prozedurale Abstimmung gelingt, liege bei rund 50%, während die Wahrscheinlichkeit, dass das Gesetz in diesem Jahr tatsächlich Gesetz wird, seiner Einschätzung nach unter 20% bleibt. Lacie Zhang, Research Analyst bei Bitget Wallet, sagte ebenfalls, dass Trader offenbar nicht mit einer sicheren Zustimmung rechnen.

Der Clarity Act ist ein umfassendes Kryptogesetz, das bereits zuvor Verzögerungen erlebt hat. Der Senat verschob die Abstimmung bis nach der Sommerpause, und der Vorschlag wurde seitdem mehrfach angepasst, unter anderem um Bestimmungen für DeFi-Protokolle und Prediction Markets. Das macht die Abstimmung am Dienstag vor allem zu einem wichtigen Zwischenschritt, nicht zum Endpunkt. Auch der politische Vorlauf war bereits angespannt: Demokraten schickten einen Gegenvorschlag, nachdem sie sich gegen geänderte Ethikregeln und andere Teile des Gesetzentwurfs gestellt hatten.

Bitcoin und der Rest des Marktes

TDX Strategies erwartet bei einer Zustimmung zum Cloture-Antrag eine starke Reaktion bei Bitcoin. Nach Einschätzung des Unternehmens könnte eine überraschende Ja-Stimme einen deutlichen Anstieg auslösen, mit einem Ausbruch über $82.000 (€71.000) und einer Bewegung in Richtung $88.000 (€76.200) bis $90.000 (€77.900). Bei einer Ablehnung könnte Bitcoin dagegen in Richtung $73.000 (€63.200) zurückfallen.

Sun und Zhang wiesen allerdings darauf hin, dass Bitcoin möglicherweise weniger stark profitiert als andere Coins, weil der regulatorische Status, der ETF-Zugang und die institutionelle Infrastruktur bereits relativ weit entwickelt sind. Ethereum könnte laut Zhang dagegen stärker reagieren, weil dort noch mehr regulatorische Unsicherheit besteht und die Coin eine wichtige Rolle als Settlement-Layer für Stablecoins, DeFi und tokenisierte Assets spielt.

Solana und XRP könnten laut Sun ebenfalls profitieren, wenn das Gesetz klarere Grenzen zwischen der SEC und der CFTC zieht. Das könnte den institutionellen Zugang, die Produktausgabe und die Kapitalzuflüsse langfristig verbessern. Zhang sagte außerdem, dass XRP möglicherweise stark reagiert, auch wenn ein Teil der guten Nachrichten bereits im Kurs eingepreist sein dürfte.

Bedeutung für Europa

Für europäische Kryptonutzer ist vor allem relevant, dass es bei der Abstimmung nicht nur um ein einzelnes Gesetz geht, sondern um die Frage, wie der US-Markt künftig eingeordnet wird. Wenn die Regeln rund um Krypto, DeFi und Entwickler klarer werden, könnte das auch beeinflussen, wie große Akteure außerhalb der USA auf Bitcoin, Ethereum, Solana und XRP blicken. Es geht also nicht nur um eine kurzfristige Kursreaktion, sondern auch um die breitere Position von Krypto im US-Markt.


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