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Bitcoin testet das Mai-Hoch, während jüngste Käufer weiter im Minus sind

Glassnode-Daten zeigen, dass jüngste Käufer noch deutlich unter ihrem durchschnittlichen Einstieg liegen, während der Kurs Widerstand bei 82.842 Dollar und 83.917 Dollar testet.

Bitcoin testet das Mai-Hoch, während jüngste Käufer weiter im Minus sind

Wichtigste Erkenntnisse

  • Bitcoin stieg am Freitag auf 81.050 Dollar und kehrte damit auf das Niveau vom 14. Mai zurück.
  • Der durchschnittliche Kaufpreis jüngster Käufer fiel auf 71.188 Dollar, wodurch ihr Puffer gegen Verluste größer ist.
  • Ein Wochenschluss über 82.842 Dollar würde ein erstes höheres Hoch bestätigen; Unterstützung liegt bei 69.664 bis 71.188 Dollar.

Bitcoin stieg am Freitag auf 81.050 Dollar (69.700 Euro) und kehrte damit auf das Niveau zurück, das er zuletzt am 14. Mai erreicht hatte. Für jüngste Käufer ist die Lage allerdings anders als damals: Ihr durchschnittlicher Einstieg liegt inzwischen deutlich weiter unter dem Marktpreis.

On-Chain-Boden sinkt weiter

Glassnode-Daten zeigen, dass der durchschnittliche Kaufpreis von Coins, die jünger als 155 Tage sind, deutlich gefallen ist. Lag dieser Einstandspreis im Mai noch bei rund 78.713 Dollar (67.700 Euro), liegt er jetzt bei rund 71.188 Dollar (61.300 Euro). Das entspricht einem Rückgang von etwa 7.500 Dollar (6.450 Euro) und gibt jüngsten Käufern mehr Spielraum, bevor sie wieder ins Minus rutschen.

Dieser Unterschied ist wichtig für den Abstand zum aktuellen Kurs. Im Mai hätte ein Rückgang von 2,9 % die gesamte Gruppe wieder in den Verlust gedrückt. Dieser Rücksetzer kam auch, woraufhin Bitcoin später in die Zone der niedrigen 60.000 Dollar (51.600 Euro) abrutschte. Jetzt hat dieselbe Gruppe den Daten zufolge einen Puffer von 12,4 %, also mehr als viermal so viel.

Gewinnmitnahmen bleiben begrenzt

Auch der SOPR deutet auf ein vorsichtigeres Marktbild hin. Die Kennzahl lag am 3. September bei 1,0082, was bedeutet, dass Coins, die On-Chain bewegt wurden, im Schnitt mit weniger als 1 % Gewinn den Besitzer wechselten. Das ist deutlich kühler als bei früheren Ausbrüchen, als der SOPR im November 2024 bei 1,086 und im Juli 2025 bei 1,179 lag.

Gleichzeitig scheint der Verkaufsdruck von Langfrist-Haltern begrenzt zu sein. Ihre Coins weisen den größten Buchgewinn auf, daher müsste eine breite Verkaufswelle die Kennzahl eigentlich deutlich nach oben treiben. Die niedrigeren Wochenvolumina und die Tatsache, dass der jüngste Ausbruch nicht sofort bestätigt wurde, passen zu einem Markt, in dem die Beteiligung dünn bleibt.

Wichtige Niveaus für Bitcoin

Auf dem Wochenchart versucht Bitcoin, eine Reihe tieferer Hochs und Tiefs zu durchbrechen, die seit dem Rekordstand von 126.200 Dollar (108.600 Euro) sichtbar war. Der Kurs hat nun ein höheres Tief gebildet und liegt weiterhin 35,8 % unter diesem Allzeithoch.

Ein Wochenschluss über 82.842 Dollar (71.300 Euro) würde das erste höhere Hoch seit dem Rekord bestätigen. Das jüngste Wochenhoch lag bei 82.285 Dollar (70.800 Euro), der Kurs liegt also noch etwa 557 Dollar (479 Euro) darunter. Darüber liegt direkt weiterer Widerstand bei 83.917 Dollar (72.200 Euro), dem 0,382-Fibonacci-Niveau.

Auf der Unterseite ist die Zone zwischen 69.664 Dollar (59.900 Euro) und 71.188 Dollar (61.300 Euro) klar abgegrenzt. Dort liegen der 200-Tage-Durchschnitt, das 0,5-Fibonacci-Niveau und der On-Chain-Einstandspreis jüngster Käufer dicht beieinander. Für europäische Krypto-Beobachter ist das relevant, weil solche Niveaus oft zeigen, wo sich der Markt schnell drehen kann, ohne dass damit schon feststeht, in welche Richtung es geht.

Das Momentum bleibt derweil gemischt. Der tägliche RSI liegt nach einem Hoch von 78 Ende August bei rund 72, was auf nachlassende Stärke auf kurze Sicht hindeutet. Der wöchentliche RSI um 60 lässt dagegen noch Spielraum. Vorläufig geht es also vor allem um die Frage, ob Bitcoin über 82.842 Dollar (71.300 Euro) schließen kann oder ob der Kurs zurück in die Zone um 71.188 Dollar (61.300 Euro) fällt.


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