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Bitcoin-Whales kaufen BTC im Wert von 16,7 Milliarden US-Dollar, während ETFs Abflüsse sehen

Während US-Spot-Bitcoin-ETFs Rekordabflüsse verzeichneten, kauften große Wallets stattdessen 270.000 BTC. Bitfinex sieht darin ein Muster, das häufiger rund um Marktböden auftaucht.

Bitcoin-Whales kaufen BTC im Wert von 16,7 Milliarden US-Dollar, während ETFs Abflüsse sehen

Wichtigste Erkenntnisse

  • Große Bitcoin-Halter kauften innerhalb von zwei Wochen mehr als 270.000 BTC, was einem Gegenwert von rund $16,7 Milliarden entspricht.
  • US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten im Juni Abflüsse von $4,06 Milliarden und damit den stärksten Monatsrückgang seit dem Start.
  • Analysten werten den Gegensatz zwischen ETF-Abflüssen und Whale-Accumulation als Muster, das häufiger in der Nähe zyklischer Tiefpunkte auftaucht.

Große Bitcoin-Halter haben innerhalb von zwei Wochen mehr als 270.000 BTC eingesammelt. Das entspricht rund $16,7 Milliarden (€14,7 Milliarden). Gleichzeitig zogen US-amerikanische institutionelle Anleger massiv Kapital aus Spot-Bitcoin-ETFs ab. Dieser Gegensatz rückt den Kryptomarkt erneut in den Fokus, weil ein ähnliches Muster schon früher in Phasen aufgetaucht ist, in denen der Markt nahe an einem Boden lag.

Rekordabflüsse bei ETFs

Die US-Spot-Bitcoin-ETFs kamen im Juni auf Abflüsse von $4,06 Milliarden (€3,6 Milliarden). Das war der stärkste Monatswert seit dem Start dieser Produkte. Damit wurde der bisherige Rekord von $3,56 Milliarden (€3,1 Milliarden) aus Februar 2025 deutlich übertroffen. Trotz dieser Entwicklung verzeichneten die Fonds am Donnerstag wieder Zuflüsse in Höhe von $221 Millionen (€194 Millionen), nachdem sie im Jahresverlauf erstmals per saldo ins Minus gerutscht waren.

Nach Einschätzung von Analysten der Krypto-Börse Bitfinex kauften die sogenannten Whales im selben Zeitraum weiter kräftig zu. Innerhalb von zwei Wochen legten sie mehr als 270.000 BTC nach, während die Spot-Prämie negativ blieb. Das spricht dafür, dass die Nachfrage nicht in erster Linie von US-Spot-Desks kam, sondern von großen Wallets, die das verfügbare Angebot aufnahmen. Damit passt das Bild zu der Beobachtung, dass die institutionelle Nachfrage in den USA nachlässt, während andere große Käufer den Markt weiter stützen, wie bei dem jüngsten Rückgang bei Käufen durch digitale Asset-Treasuries.

Whales nehmen Angebot auf

Aus historischer Sicht wurde ein solcher Unterschied zwischen institutionellen Abflüssen und der Akkumulation durch große Halter häufiger in der Nähe zyklischer Tiefpunkte beobachtet. Langfristig orientierte Marktteilnehmer übernehmen dann Coins von Verkäufern, noch bevor sich ein klarer Preisanstieg zeigt. Bitfinex bezeichnete dieses Muster deshalb als vertrautes Signal, ohne daraus eine direkte Kursprognose abzuleiten.

Die Daten zeigen außerdem, dass sich nicht alle großen Coins gleich entwickeln. Solana legte seit Anfang Juni um etwa 15 % zu, obwohl Bitcoin im selben Zeitraum auf ein 21-Monats-Tief gefallen ist. Rückenwind erhielt die Coin durch Protokoll-Upgrades und einen Anstieg der Onchain-Transfers von tokenisierte Real-World Assets (RWAs) um 120 % auf $8,53 Milliarden (€7,5 Milliarden).

Was das für Europa bedeutet

Für europäische Krypto-Fans ist vor allem relevant, was die Lücke zwischen ETF-Flüssen und Whale-Aktivität über die aktuelle Marktstruktur aussagt. Wenn die institutionelle Nachfrage in den USA nachlässt, während große Wallets weiter kaufen, könnte das darauf hindeuten, dass sich Liquidität und Risikobereitschaft je nach Marktsegment deutlich unterscheiden. Auch die Schwäche einiger Altcoins im Vergleich zur relativen Stärke von Solana zeigt, dass der Kryptomarkt derzeit sehr selektiv auf makroökonomische und Onchain-Signale reagiert.


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