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Institutionelle Bitcoin-Nachfrage bricht wegen sinkender Käufe durch digitale Asset-Treasuries ein

Institutionelle Bitcoin-Käufe gehen deutlich zurück, weil Treasury-Unternehmen weniger kaufen und Spot-ETFs weiter Abflüsse sehen. Was bedeutet das für die Markterholung?

Institutionelle Bitcoin-Nachfrage bricht wegen sinkender Käufe durch digitale Asset-Treasuries ein

Wichtigste Erkenntnisse

  • Institutionelle Bitcoin-Käufe sind stark zurückgegangen, wodurch der Preis von über $74.000 auf unter $60.000 gefallen ist.
  • Digitale Asset-Treasuries kaufen zwar weiter netto Bitcoin, aber ihre täglichen Käufe sind auf einen Bruchteil des früheren Volumens gesunken.
  • US-Spot-ETFs haben seit Anfang Mai mehr als $5,7 Milliarden verloren, was die Chance auf einen nachhaltigen Preisanstieg verringert.

Bitcoin verzeichnet einen deutlichen Rückgang bei institutionellen Käufen, was zum jüngsten Preisrückgang von über $74.000 (€64.100) auf unter $60.000 (€52.000) beiträgt. Neben dem bekannten Kapitalabfluss aus Spot-ETFs gibt es auch einen starken Rückgang bei der Kaufaktivität von digitalen Asset-Treasuries (DATs), also Unternehmen, die Bitcoin als Teil ihrer Treasury halten.

Rückgang der Käufe durch digitale Asset-Treasuries

Analysten von Glassnode berichten, dass die Nettozuflüsse von Corporate-Treasury-Firmen seit dem Fall von Bitcoin unter $70.000 (€60.700) deutlich zurückgegangen sind. Während diese Unternehmen früher täglich Bitcoin im Wert von Hunderten Millionen Dollar gekauft haben, sind die täglichen Käufe inzwischen auf einen Bruchteil dieses Volumens gesunken. Auch wenn diese Unternehmen weiterhin Netto-Käufer sind, deutet der Rückgang auf eine vorsichtigere Haltung hin und nimmt dem Markt eine wichtige Quelle der marginalen Nachfrage in einem ohnehin schwachen Umfeld.

Auswirkungen von Spot-ETFs und Marktentwicklungen

Gleichzeitig verlieren US-Spot-ETFs weiter Kapital, mit Abflüssen von mehr als $5,7 Milliarden (€4,9 Milliarden) seit Anfang Mai. Diese Fonds, darunter die elf größten, trugen am Mittwoch erneut zu Abflüssen von mehr als $200 Millionen (€173 Millionen) bei. Das verringert die Chance auf einen nachhaltigen Preisanstieg. Außerdem sorgte der Verkauf von 32 BTC durch Strategy, den größten börsennotierten Bitcoin-Halter, für zusätzlichen Druck, auch wenn das Unternehmen später Bitcoin im Wert von rund $100 Millionen (€86,7 Millionen) zurückkaufte.

Relevanz für den europäischen Kryptomarkt

Der Rückgang der institutionellen Käufe in den USA kann auch Signale an europäische Anleger und Unternehmen senden, die Bitcoin als Treasury-Asset in Betracht ziehen. Eine geringere Nachfrage großer institutioneller Akteure kann auf eine vorsichtigere Marktstimmung hindeuten, was für europäische Marktteilnehmer relevant sein kann, die Preisentwicklung und Liquidität genau beobachten. Das passt zum breiteren Bild, in dem Bitcoin unter $60.000 auch technisch in eine schwache Phase geraten ist, während ETF-Abflüsse den Druck auf den Markt weiter erhöht haben.


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