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Bitcoin nähert sich dem Tiefpunkt des Bärenmarkts, Erholung bleibt unsicher

Bitcoin nähert sich einem historischen Unterstützungsniveau, doch schwaches Sentiment und makroökonomischer Druck machen eine Erholung weiter unsicher. Lies, was das für die kommenden Monate bedeuten könnte.

Bitcoin nähert sich dem Tiefpunkt des Bärenmarkts, Erholung bleibt unsicher

Wichtigste Erkenntnisse

  • Bitcoin handelt nahe dem 200-Wochen-Durchschnitt und liegt laut Checkonchain im unteren 10 % seiner historischen Bewertungsrange.
  • Der Crypto Fear and Greed Index steht bei 9, was auf extreme Angst und sinkendes Vertrauen unter preisempfindlichen Anlegern hindeutet.
  • Höhere US-Inflation, Abflüsse aus Bitcoin-ETFs und ein Dip unter $60.000 setzen den Kryptomarkt zusätzlich unter Druck.

Bitcoin handelt aktuell um ein Niveau, das historisch vor allem in den tiefsten Phasen von Bärenmärkten vorkommt. Der Kurs ist nahe an den 200-Wochen-Durchschnitt gerückt, einem wichtigen Indikator, der den Durchschnitt der wöchentlichen Schlusskurse von Bitcoin über die vergangenen 200 Wochen zeigt. Dieses Niveau dient in längeren Abwärtsphasen oft als Unterstützung und wird von Langfristinvestoren genau beobachtet.

Langfristige Bärenmarktstruktur und Marktsentiment

Laut Daten von Checkonchain liegt Bitcoin im unteren 10 % seiner historischen Bewertungsrange, also in einer Zone, die normalerweise nur während der heftigsten Rückgänge erreicht wird. Der Crypto Fear and Greed Index, der das Marktsentiment anhand von Volatilität, sozialen Medien und Handelsvolumen misst, steht aktuell bei 9 und signalisiert damit extreme Angst. Dieses Sentiment ist im Vergleich zur Vorwoche und zum Vormonat weiter gesunken, was darauf hindeutet, dass preisempfindliche Anleger ihre Positionen größtenteils abgebaut haben.

Analysten betonen, dass ein Bärenmarktboden kein plötzliches Ereignis ist, sondern ein Prozess. Nach der ersten Phase der Kapitulation folgt oft eine monatelange Seitwärtsphase, in der die verbliebenen Halter nach und nach das Vertrauen verlieren. Das kann die Erholung von Bitcoin verzögern.

Einfluss von makroökonomischen Faktoren und Marktentwicklungen

Der jüngste Anstieg der US-Inflation, mit einem jährlichen Plus von 4,2 % im Mai, setzt den Kryptomarkt zusätzlich unter Druck. Höhere Energiepreise und geopolitische Spannungen, wie der Krieg im Iran, tragen zu diesem Inflationsdruck bei. Auch wenn die Kerninflation ohne Lebensmittel und Energie etwas weniger stark gestiegen ist als erwartet, bleibt das makroökonomische Umfeld herausfordernd.

Zusätzlich sorgen anhaltende Abflüsse aus Bitcoin-ETFs für weiteren Abwärtsdruck. Der Bitcoin-Kurs fiel in dieser Woche kurz unter $60.000 (€52.000), ein Niveau, das seit 2024 nicht mehr gesehen wurde. Andere große Kryptowährungen wie Ethereum, Binance Coin und Solana zeigten leichte Kursanstiege, liegen über die Woche gesehen aber ebenfalls im Minus.

Relevanz für europäische Kryptoanleger

Für europäische Anleger ist wichtig zu verstehen, dass Bitcoin sich auf einem technisch entscheidenden Niveau befindet, das historisch oft den Tiefpunkt von Bärenmärkten markiert. Gleichzeitig deuten die makroökonomischen Bedingungen und das Sentiment auf eine möglicherweise längere Phase seitwärts gerichteter Bewegungen hin. Das könnte sich auf Volatilität und Liquidität im europäischen Kryptomarkt auswirken, vor allem wegen der Verflechtung mit globalen wirtschaftlichen Entwicklungen und der Regulierung.


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