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BitGo streicht 15 % der Belegschaft und setzt auf Stablecoins und KI

Nach dem Börsengang senkt BitGo die Kosten und setzt auf Stablecoins, Settlement und KI-Infrastruktur. Die US-Aufsichtsbehörde OCC hatte dem Unternehmen zuvor bereits eine Trust-Bank-Charter erteilt.

BitGo streicht 15 % der Belegschaft und setzt auf Stablecoins und KI

Wichtigste Erkenntnisse

  • BitGo streicht fast 15 % der Belegschaft, also rund 85 Stellen, nach dem jüngsten Börsengang und einer strategischen Neuausrichtung.
  • Das Unternehmen konzentriert sich künftig stärker auf Sicherheit, Handel, Stablecoins, Settlement und KI-gestützte Infrastruktur.
  • CEO Mike Belshe bezeichnet die Entlassungen als einmalige Maßnahme und sagt, dass keine weiteren Entlassungen geplant sind.

BitGo kündigt einen Personalabbau von fast 15 % an, wodurch rund 85 Stellen wegfallen. Die Entscheidung folgt auf den jüngsten Börsengang des Kryptounternehmens und eine strategische Neuausrichtung auf Sicherheit, Handel, Stablecoins, Settlement und KI-gestützte Infrastruktur. CEO Mike Belshe betont, dass es sich um eine einmalige Maßnahme ohne weitere geplante Entlassungen handelt.

Fokus auf institutionelle Krypto-Dienste

BitGo ging im Januar 2026 mit einem Startpreis von $18 (€16) je Aktie an die Börse, was das Unternehmen mit rund $2 Milliarden (€1,8 Milliarden) bewertete. Trotz eines Umsatzwachstums auf $16,2 Milliarden im Jahr 2025 blieb die Profitabilität begrenzt, mit einem bereinigten EBITDA von $32,4 Millionen (€28,6 Millionen) und einem Nettoverlust von $14,8 Millionen (€13 Millionen). Der Großteil der Einnahmen kam aus dem Verkauf digitaler Assets mit niedrigen Margen. Die neue Strategie zielt darauf ab, margenstärkere Dienste wie Stablecoins auszubauen, für die BitGo im April ein Minting-Tool eingeführt hat. Außerdem erhielt das Unternehmen im Dezember 2025 von der US-Aufsichtsbehörde OCC eine Trust-Bank-Charter, was die regulatorische Position und das Angebot institutioneller Dienste stärkt.

Entlassungswelle in der Krypto-Branche

Der Personalabbau bei BitGo passt zu einem breiteren Trend in der Krypto-Branche, in der auch große Player wie Coinbase kürzlich Tausende Mitarbeiter entlassen haben, um sich besser für eine KI-getriebene Zukunft aufzustellen. BitGo investiert die Einsparungen in den Aufbau einer KI-gestützten Finanzinfrastruktur. Gleichzeitig gibt es weiter Diskussionen über die Kosteneffizienz von BitGo, vor allem angesichts der vergleichsweise hohen Kosten für Bitcoin-Custody. Die kommenden Quartalszahlen dürften mehr Klarheit darüber bringen, wie wirksam die neue Ausrichtung ist und wie profitabel das Unternehmen arbeitet.

Relevanz für europäische Krypto-Anleger

Die Umstrukturierung und die neue Schwerpunktsetzung von BitGo könnten für europäische Krypto-Anleger relevant sein, da sich das Unternehmen als wichtiger Anbieter institutioneller Krypto-Infrastruktur mit starkem Fokus auf Compliance und Innovation positioniert. Das könnte auf eine breitere Professionalisierung innerhalb der Branche hindeuten, was möglicherweise auch die Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit von Krypto-Diensten in Europa beeinflusst.


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