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BlackRock zieht Bitcoin-ETF nach starken Verlusten wieder an

IBIT zog in vier Handelstagen per saldo 209,6 Millionen Dollar an, während der durchschnittliche US-Bitcoin-ETF-Käufer laut Bloomberg Intelligence 22 % im Minus ist.

BlackRock zieht Bitcoin-ETF nach starken Verlusten wieder an

Wichtigste Erkenntnisse

  • BlackRock-Kunden kauften in zwei Tagen Bitcoin im Wert von 273,2 Millionen Dollar zurück, nachdem zuvor in der Woche noch 63,6 Millionen Dollar verkauft worden waren.
  • IBIT zog in vier Handelstagen per saldo 209,6 Millionen Dollar an und war am 30. Juli für 79 % des Tageszuflusses verantwortlich.
  • Der durchschnittliche US-Bitcoin-ETF-Käufer liegt laut Bloomberg Intelligence 22 % im Minus, bei einem durchschnittlichen Einstandspreis von 82.249 Dollar.

BlackRock-Kunden haben innerhalb von zwei Tagen Bitcoin im Wert von 273,2 Millionen Dollar (238 Millionen Euro) über Bitcoin nachgekauft. Zuvor waren in derselben Woche noch 63,6 Millionen Dollar (55,4 Millionen Euro) abgeflossen. Damit drehte der größte US-amerikanische Spot-Bitcoin-ETF, IBIT, wieder ins Plus, obwohl viele ETF-Anleger weiterhin deutlich unter ihrem Einstand liegen.

IBIT dominiert die Zuflüsse

Laut Farside Investors verzeichnete der iShares Bitcoin Trust in den vier Handelstagen vom 27. Juli bis einschließlich 30. Juli einen Nettozufluss von 209,6 Millionen Dollar (182 Millionen Euro). Die 13 US-Spot-Bitcoin-ETFs zusammen kamen im selben Zeitraum auf 203,9 Millionen Dollar (178 Millionen Euro). Der übrige Markt schloss damit insgesamt leicht im Minus.

Auch auf Tagesbasis zeigte sich die starke Konzentration deutlich. Am 30. Juli entfielen 183,38 Millionen Dollar (160 Millionen Euro) der insgesamt 233,13 Millionen Dollar (203 Millionen Euro) an Zuflüssen auf IBIT, also 79 % des Tagesvolumens. Das war der größte Tageszufluss seit dem 6. Juli, wie SoSoValue-Daten zeigen.

Die On-Chain-Daten von Arkham zeichnen ein passendes Bild. Der Tracker erfasste am 27. und 28. Juli zunächst Redemptions von 8,8 Millionen Dollar (7,7 Millionen Euro) und 54,8 Millionen Dollar (47,7 Millionen Euro), zusammen also 63,6 Millionen Dollar (55,4 Millionen Euro) an Verkäufen. Anschließend folgten Creations von 89,8 Millionen Dollar (78,2 Millionen Euro) und 183,4 Millionen Dollar (160 Millionen Euro), was exakt den gemeldeten Käufen im Wert von 273,2 Millionen Dollar (238 Millionen Euro) entspricht.

Der durchschnittliche Käufer liegt tief im Minus

Für den typischen ETF-Anleger kommt die Entwicklung zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Hedgeye veröffentlichte am 28. Juli Bloomberg-Intelligence-Daten, denen zufolge der durchschnittliche US-Bitcoin-ETF-Käufer inzwischen 22 % im Minus liegt. Der durchschnittliche Einstandspreis aller US-Spot-Bitcoin-ETF-Käufe beträgt laut der Grafik 82.249 Dollar (71.600 Euro), verglichen mit einem Referenzpreis von 64.114 Dollar (55.800 Euro).

Bitcoin wurde am Freitag bei rund 62.907 Dollar (54.800 Euro) gehandelt und lag damit 2,96 % unter dem Vortagesniveau. Auf diesem Kursniveau vergrößert sich der Abstand für den durchschnittlichen Käufer weiter auf etwa 24 %. Die gesamten nicht realisierten Verluste in diesem Segment stiegen am 20. Juli auf 16,33 Milliarden Dollar (14,2 Milliarden Euro), nachdem dieselbe Kennzahl am 6. Oktober 2025 noch einen Höchststand von 86,32 Milliarden Dollar (75,2 Milliarden Euro) an Gewinnen erreicht hatte.

Bedeutung für Europa

Die Daten verdeutlichen, wie stark der US-Bitcoin-ETF-Markt weiterhin auf wenige Produkte konzentriert ist. IBIT hält laut dem vorliegenden Kontext rund 734.261 BTC und damit 61 % aller Bitcoin in US-Spot-ETFs. Bereits im März hatte der Fonds mehr als 50 Milliarden Dollar (43,5 Milliarden Euro) an verwaltetem Vermögen erreicht. Für europäische Krypto-Beobachter ist das relevant, weil sich daran zeigt, wie stark institutionelle Nachfrage über ein einzelnes Produkt gebündelt werden kann, während kleinere Fonds weiter um zusätzliche Mittelzuflüsse ringen.

Diese Konzentration dürfte auch erklären, warum die Flow-Daten von IBIT im breiteren Bitcoin-Sentiment so viel Gewicht haben. Wenn nur wenige große Produkte den Großteil der Zu- und Abflüsse tragen, lässt sich daran gut ablesen, wie professionelle Anleger ihr BTC-Exposure derzeit strukturieren. Das passt auch zum breiteren ETF-Markt, in dem Bitcoin-ETFs zwar weiterhin per saldo Zuflüsse verzeichnen, die Verteilung zwischen den Fonds aber deutlich auseinandergeht.


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