BlackRock will Bitcoin-Anleger nach 50-%-Rückgang schützen
BlackRock folgt Calamos mit einem abgesicherten Bitcoin-ETF, der Verluste dämpfen und dennoch einen Teil der Kursgewinne mitnehmen soll. IBIT bleibt dabei der Ausgangspunkt.

Wichtigste Erkenntnisse
- BlackRock will einen neuen Bitcoin-Fonds auflegen, der Verluste begrenzen und zugleich einen Teil des Bitcoin-Anstiegs mitnehmen soll.
- Der Antrag folgt auf die Nachfrage nach abgesicherten Bitcoin-Produkten von Calamos, die während des jüngsten Rückgangs deutlich weniger stark gefallen sind.
- BlackRocks bestehender iShares Bitcoin Trust verwaltet mehr als $65 Milliarden und ist der größte US-Spot-Bitcoin-ETF.
BlackRock will einen neuen Bitcoin-Fonds auflegen, der Anleger vor deutlichen Verlusten schützen soll, während sie gleichzeitig an einem Teil des Anstiegs von Bitcoin teilhaben können. Der Schritt folgt auf die starke Nachfrage nach vergleichbaren abgesicherten Produkten von Calamos, die während des jüngsten Bitcoin-Rückgangs deutlich weniger stark gefallen sind als die Kryptowährung selbst.
Calamos als Vorbild
Laut einem Sprecher von Calamos ist der Bitcoin Structured Alt Protection ETF - October (CBOO) seit Beginn der Schutzperiode im Oktober 2025 nur um 1% gefallen. Im selben Zeitraum verlor Bitcoin selbst mehr als die Hälfte seines Werts vom Rekordstand von rund $126.000 (€112.300) aus. Das macht deutlich, warum abgesicherte Bitcoin-Fonds für einige Anleger in einem unruhigen Kryptomarkt attraktiv sind.
Calamos brachte Anfang 2025 seine ersten abgesicherten Bitcoin-ETFs auf den Markt. Diese Fonds bieten unterschiedliche Schutzstufen gegen Kursrückgänge, bei gleichzeitig begrenztem möglichem Gewinn. Nach Angaben des Unternehmens zog dieser Ansatz auch Kapital an, als Spot-Bitcoin-ETFs Abflüsse verzeichneten.
BlackRock geht den nächsten Schritt
BlackRock reichte am Montag einen Antrag für den iShares Bitcoin Managed Protect ETF ein. Der Fonds soll Anlegern ein Engagement in der Kursentwicklung von Bitcoin geben, aber gleichzeitig versuchen, Verluste zu begrenzen, wenn die Kryptowährung fällt. In dem Antrag heißt es, der Fonds wolle einen Teil der Aufwärtsbewegung von Bitcoin mitnehmen, während das Abwärtsrisiko abgesichert wird.
Die neue Struktur baut auf BlackRocks iShares Bitcoin Trust auf, besser bekannt als IBIT. Dieser Fonds verwaltet mehr als $65 Milliarden (€58 Milliarden) und ist der größte amerikanische Spot-Bitcoin-ETF. BlackRock hatte zuvor bereits gemeldet, dass seine Digital-Asset-Fonds im dritten Quartal deutlich gewachsen sind, was den Spielraum für neue Produkte weiter vergrößert. BlackRock hat außerdem bereits ein weiteres Bitcoin-Produkt auf den Markt gebracht, den Bitcoin Premium Income Fund, der mit Optionen auf Bitcoin und IBIT-Anteile Erträge erzielen soll.
Warum das relevant ist
Für europäische Krypto-Anleger zeigt dieser Antrag, dass große Vermögensverwalter Bitcoin zunehmend in unterschiedlichen Formen anbieten. Nicht nur als reine Kursbeteiligung, sondern auch mit Schutz oder zusätzlichem Einkommen. Das könnte für die Art und Weise relevant sein, wie institutionelle Marktteilnehmer auf Bitcoin blicken, vor allem jetzt, da der Markt nach einem starken Rückgang erneut nach Produkten mit geringeren Schwankungen sucht.