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BNY erweitert seine Krypto-Custody-Plattform um Staking

Institutionelle Kunden sollen Tokens künftig direkt innerhalb von BNYs Custody-Plattform staken können. Galaxy liefert dafür die Infrastruktur, der Start steht jedoch noch unter dem Vorbehalt der Aufsichtsbehörden.

BNY erweitert seine Krypto-Custody-Plattform um Staking

Wichtigste Erkenntnisse

  • BNY erweitert seine Plattform zur Verwahrung digitaler Assets um Staking für institutionelle Kunden.
  • Galaxy liefert die Infrastruktur und tritt als Design-Partner für den neuen Dienst auf.
  • Der Rollout von Staking hängt noch von der Genehmigung durch die Aufsichtsbehörden ab.

BNY baut seine Plattform zur Verwahrung digitaler Assets um Staking aus. Dafür hat das Unternehmen Galaxy als Infrastrukturpartner ausgewählt. Das Angebot richtet sich an institutionelle Kunden, die ihre digitalen Assets bei BNY verwahren lassen. Der Start steht allerdings noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die Aufsichtsbehörden.

Staking über dieselbe Verwahrungsebene

Mit der neuen Lösung können Kunden ihre Tokens staken, ohne sie zuvor an einen separaten Anbieter übertragen zu müssen. Gerade für größere Marktteilnehmer dürfte das operativ attraktiv sein, weil Verwahrung und Staking auf einer Plattform gebündelt bleiben. Galaxy übernimmt dabei die Rolle des Infrastruktur- und Design-Partners, während BNY seine Blockchain-basierten Dienste weiter ausbaut.

Beim Staking werden bestimmte Krypto-Assets gesperrt, um Blockchain-Netzwerke bei der Absicherung zu unterstützen. Im Gegenzug erhalten die Inhaber Belohnungen. Für institutionelle Anleger liegt der Vorteil häufig vor allem in der einfacheren Abwicklung, wenn Verwahrung und Staking an einem Ort zusammenlaufen.

BNY baut seit 2022 weiter aus

BNY, früher Bank of New York Mellon, bietet seit 2022 Krypto-Custody an und hat das Angebot seitdem schrittweise um weitere digitale Asset-Dienste ergänzt. Nach Angaben der Bank verwaltet und administriert sie Vermögen in Höhe von Dutzenden Billionen Dollar. Entsprechend aufmerksam verfolgt die Finanzbranche jede weitere Ausweitung in Richtung Blockchain-Infrastruktur.

Dass BNY diese Strategie konsequent weiterverfolgt, zeigt sich auch an früheren Initiativen. Kürzlich erklärte die Bank, sie verlagere ihre Kernregistrierung für Transfer-Agency-Aufgaben auf Blockchain-Technologie. Ziel sei ein einheitliches Onchain-Ownership-Ledger und eine geringere Abhängigkeit von mehreren Zwischenparteien. Zudem plant die Bank, 2027 ein 24-Stunden-Settlement für traditionelle und tokenisierte US-Treasuries einzuführen. Noch vor Jahresende sollen tokenisierte Treasuries außerdem auf einer privaten Blockchain getestet werden.

Bedeutung für Europa

Für europäische Krypto-Beobachter zeigt dieser Schritt, wie traditionelle Verwahrer ihre Rolle im Kryptomarkt über die reine Aufbewahrung hinaus ausweiten. Zusätzliche Dienste wie Staking könnten den institutionellen Zugang zu Krypto weiter prägen, zumal große Finanzhäuser Verwahrung, Settlement und Blockchain-Infrastruktur zunehmend in einem Modell zusammenführen. Auch die steuerliche Behandlung von Staking bleibt dabei ein wichtiger Punkt. In den USA drängt die Branche weiterhin auf mehr Klarheit bei der Besteuerung von Mining und Staking.


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