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US-Kryptoindustrie drängt auf mehr Klarheit bei Steuern für Mining und Staking

US-Lobbygruppen fordern mehr steuerliche Klarheit für Mining und Staking. Der Gesetzentwurf könnte festlegen, wann Steuern auf neue Tokens fällig werden.

US-Kryptoindustrie drängt auf mehr Klarheit bei Steuern für Mining und Staking

Wichtigste Erkenntnisse

  • US-Krypto-Verbände unterstützen einen Gesetzentwurf, der Klarheit bei Steuern auf Mining- und Staking-Belohnungen schaffen soll.
  • Der Vorschlag lässt Minern und Stakern die Wahl zwischen Besteuerung beim Erhalt der Tokens oder beim Verkauf.
  • Das Gesetz steckt noch in einem frühen Stadium, während die IRS digitale Assets seit 2014 als Eigentum einstuft.

Die wichtigsten US-Verbände der Kryptosektor haben das Repräsentantenhaus gemeinsam dazu aufgerufen, einen Gesetzentwurf zu unterstützen, der mehr Klarheit bei der Besteuerung digitaler Assets schaffen soll, die aus Mining und Staking entstehen. Der Vorschlag, bekannt als der Tax Clarity for Mining and Staking Act und eingebracht von Abgeordnetem Mike Carey, gibt Minern und Empfängern von Staking-Belohnungen die Wahl, wann die Steuer fällig wird: direkt beim Erhalt der neuen Tokens oder erst beim Verkauf.

Bedeutung des Gesetzentwurfs für Miner und Staker

Laut der Blockchain Association und anderen führenden Lobbygruppen sollte das Steuerrecht so angepasst werden, dass Amerikaner, die zur Sicherheit dezentraler Netzwerke beitragen, nicht gezwungen sind, ihre Assets vorzeitig zu verkaufen, um Steuerpflichten zu erfüllen. Der Gesetzentwurf soll ein Gleichgewicht schaffen, bei dem Einnahmen zwar anerkannt werden, die direkte Besteuerung aber erst dann greift, wenn Inhaber ihre Tokens tatsächlich zu Geld machen können.

Auch wenn das Hauptziel der Branche weiterhin auf breitere Regulierung über den Digital Asset Market Clarity Act ausgerichtet ist, steht die Steuerpolitik weit oben auf der Agenda. In einer Anhörung am 9. Juni wurden im Repräsentantenhaus mehrere Vorschläge besprochen, darunter auch der von Carey. Gleichzeitig äußerten einige Demokraten und externe Kritiker die Sorge, dass der Gesetzentwurf möglicherweise Steueraufschub ohne ausreichende Einschränkungen ermöglicht, was für einige Mining-Unternehmen finanzielle Vorteile ohne direkte Steuerzahlung bringen könnte.

Aktueller Stand bei Krypto-Steuern und im Gesetzgebungsprozess

Die US-Steuerbehörde IRS stuft digitale Assets seit 2014 als Eigentum ein, was bedeutet, dass jede Transaktion, einschließlich Mining und Staking, ein steuerpflichtiger Moment sein kann. Neuere Regeln verpflichten Krypto-Plattformen dazu, Transaktionen zu melden, was die Einhaltung verbessern soll. Der vorgeschlagene Gesetzentwurf versucht, in diesem Umfeld mehr Klarheit und Flexibilität für Miner und Staker zu schaffen.

Die Gesetzgebung steckt noch in einem frühen Stadium, und es ist unklar, ob sie die laufende Sitzungsperiode des Kongresses übersteht. Gleichzeitig liegt der Fokus im Senat auf dem Digital Asset Market Clarity Act, der noch intensiv verhandelt wird und möglicherweise bis Mitte Juli auf die Tagesordnung kommt. Das Ergebnis könnte große Auswirkungen auf die Zukunft der Krypto-Regulierung in den USA haben.

Relevanz für den europäischen Kryptomarkt

Auch wenn diese Entwicklungen in den Vereinigten Staaten stattfinden, könnte das Ergebnis der US-Debatte über Krypto-Steuern auch Folgen für europäische Marktteilnehmer und politische Entscheidungsträger haben. US-Regulierung setzt oft einen Präzedenzfall und kann internationale Standards sowie die Art und Weise beeinflussen, wie europäische Länder ihre eigene Steuerpolitik rund um Mining und Staking gestalten. Deshalb ist es für europäische Krypto-Investoren und Unternehmen wichtig, diese Entwicklungen genau zu verfolgen.


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