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CFTC gerät mit Gerichten wegen Kalshi und Polymarket aneinander

Die Aufsichtsbehörde verlangt, dass Kalshi und vergleichbare Plattformen landesweit aktiv bleiben, trotz gerichtlicher Anordnungen und lokaler Verbote in Bundesstaaten wie Nevada und Michigan.

CFTC gerät mit Gerichten wegen Kalshi und Polymarket aneinander

Wichtigste Erkenntnisse

  • Die CFTC sagt, dass regulierte Exchanges wie Kalshi Kunden nicht nach Bundesstaaten sperren dürfen, auch nicht nach gerichtlichen Anordnungen.
  • Die Aufsichtsbehörde gibt Plattformen 30 Tage Zeit, gesperrte Regionen wieder zuzulassen oder zu erklären, warum das nicht möglich ist.
  • Die Entscheidung kollidiert mit jüngsten Gerichtsurteilen und verschärft die rechtliche Spannung rund um Prediction Markets in mehreren US-Bundesstaaten.

Die US-Aufsichtsbehörde CFTC hat einen neuen juristischen Konflikt mit Prediction Markets wie Kalshi und Polymarket eröffnet. Die Aufsichtsbehörde sagt, dass regulierte Exchanges Kunden nicht nach Bundesstaaten sperren dürfen, auch nicht dann, wenn Richter genau das angeordnet haben.

Neue Auslegung der CFTC

Kalshi und vergleichbare Plattformen bieten Event Contracts unter anderem auf Sport, Wetter und Politik an. Sie sind bei der CFTC als designated contract markets, oder DCMs, registriert und fallen damit unter die bundesweiten Regeln für den Derivatemarkt. Nach Ansicht der Aufsichtsbehörde müssen solche Plattformen landesweit aktiv bleiben und dürfen nicht einfach in bestimmten Bundesstaaten offline gehen.

Die CFTC gibt den Unternehmen 30 Tage Zeit, die gesperrten Regionen wieder zuzulassen oder zu erklären, warum das nicht machbar ist. In der Praxis geht es um Kunden, die zuvor in Bundesstaaten wie Nevada, Washington und Michigan per Geofencing ausgeschlossen wurden, während Kalshi dort seine rechtlichen Auseinandersetzungen mit lokalen Behörden ausfechtet.

Gerichtlicher Druck nimmt zu

Die neue Linie der CFTC steht in direktem Widerspruch zu jüngsten Gerichtsurteilen. In den vergangenen Tagen fielen mehrere Entscheidungen eher gegen die Prediction-Markets-Unternehmen aus, unter anderem in Fällen rund um Connecticut, New York und tribale Zuständigkeiten in Kalifornien. Utah geht zudem weiter hart gegen Kalshi vor, mit zivilrechtlichen Schritten und sogar neuen strafrechtlichen Vorwürfen.

Auch die politische und rechtliche Spannung rund um solche Märkte nimmt zu. Die CFTC hat in der jüngeren Vergangenheit mehrere Bundesstaaten verklagt, um zu verhindern, dass lokale Regeln den bundesweiten Ansatz für Prediction Markets unterlaufen. Das zeigt, wie schwierig es ist, neue Anlageinstrumente in bestehende Regeln einzuordnen, vor allem wenn Bundesstaaten sie als Glücksspiel sehen und die Aufsichtsbehörde sie als legitime Derivate behandelt.

Bedeutung für Europa

Für europäische Krypto- und Fintech-Interessierte ist das vor allem relevant, weil Prediction Markets immer häufiger als Grenzbereich zwischen Handel, Glücksspiel und regulierten Finanzprodukten gesehen werden. Der US-amerikanische Streit zeigt, wie schnell Aufsicht kollidieren kann, wenn ein neues Produkt gleichzeitig in mehreren Rechtsräumen aktiv ist. Das macht die Debatte über Marktzugang und einheitliche Regeln auch außerhalb der USA interessant.


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