CFTC zieht Kentucky wegen Aufsicht über Prediction Markets vor Gericht
Die CFTC zieht Kentucky vor Gericht, um staatliche Maßnahmen gegen Prediction Markets anzufechten. Der Fall könnte klären, wie weit Bundesstaaten bei der Einschränkung von bundesweiten Event Contracts gehen dürfen.

Wichtigste Erkenntnisse
- Die CFTC hat Kentucky verklagt, weil der Staat mit Maßnahmen Prediction Markets und Event Contracts aus dem Bundesstaat drängen soll.
- Kentucky hatte zuvor Plattformen wie Kalshi, Polymarket und VGW verklagt, weil sie angeblich illegale Sportwetten ohne Lizenz angeboten haben.
- Die CFTC verteidigt die ausschließliche bundesweite Zuständigkeit für Prediction Markets und führt ähnliche Verfahren gegen mehrere andere Bundesstaaten.
Die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) hat eine Klage gegen den Bundesstaat Kentucky eingereicht. Die Bundesaufsicht wirft Kentucky vor, mit Durchsetzungsmaßnahmen und Steuern Prediction Markets, die unter die bundesweite Regulierung fallen, aus dem Staat drängen zu wollen. Mit diesem Schritt reiht sich Kentucky in eine wachsende Liste von Bundesstaaten ein, die mit der CFTC über die Regulierung von Prediction Markets und Event Contracts im Streit liegen.
Eskalation des Drucks auf Prediction-Plattformen
Anfang Juni reichte der Generalstaatsanwalt von Kentucky, Russell Coleman, Klagen gegen Plattformen wie Kalshi, Polymarket und VGW ein. Der Staat wirft diesen Anbietern vor, illegal Sportwetten ohne Lizenz angeboten zu haben. Außerdem hat Kentucky ein Gesetz verabschiedet, das ab dem 1. Januar 2027 eine Verbrauchsteuer von 14,25 % auf die Transaktionsgebühren von Betreibern von Prediction Markets vorsieht. Laut der CFTC soll diese Steuer die Plattformen unter Druck setzen, den Staat zu verlassen.
CFTC verteidigt ausschließliche bundesweite Zuständigkeit
CFTC-Vorsitzender Michael S. Selig betonte, dass die Klage Teil der Verteidigung der ausschließlichen bundesweiten Zuständigkeit für Prediction Markets sei. Er sagte, Kentucky sei der neueste Bundesstaat, der versuche, bundesweite Event Contracts zu blockieren, während die CFTC entschlossen sei, diese ausschließliche Zuständigkeit durchzusetzen. Die CFTC führt ähnliche Verfahren gegen andere Bundesstaaten, darunter Minnesota, Illinois und Rhode Island.
Diese Konflikte dürften entscheidend dafür sein, ob Bundesstaaten Beschränkungen für Event Contracts verhängen können, die die CFTC als ausschließlich bundesweite Angelegenheit betrachtet.
Relevanz für den europäischen Kryptomarkt
Auch wenn der Fall in den Vereinigten Staaten spielt, ist die Debatte über bundesweite versus staatliche Regulierung von Prediction Markets auch für europäische Krypto-Investoren und Plattformen relevant. Das Ergebnis könnte Einfluss darauf haben, wie grenzüberschreitende digitale Verträge und Tokens reguliert werden und wie stark lokale Behörden innovative Finanzprodukte beeinflussen können, die unter bundesweite oder supranationale Regeln fallen.