Meta entwickelt neue App Arena für Vorhersagen ohne echtes Geld
Meta testet Arena als Vorhersagen-App mit Punkten statt echtem Geld. Der Schritt folgt auf frühere Erfahrungen mit Forecast und passt zum Wachstum von prediction markets.

Wichtigste Erkenntnisse
- Meta entwickelt Arena, eine App, mit der Nutzer Vorhersagen über zukünftige Ereignisse treffen können.
- Arena nutzt wahrscheinlich ein Punktesystem ohne echtes Geld, ähnlich wie bei einem Videospiel.
- Meta versucht damit erneut den Einstieg in prediction markets, nachdem die frühere App Forecast 2022 offline genommen wurde.
Meta, das Mutterunternehmen von Facebook, entwickelt eine neue App namens Arena, mit der Nutzer Vorhersagen über zukünftige Ereignisse treffen können. Anders als klassische prediction-market-Plattformen wie Polymarket oder Kalshi dürfte Arena wahrscheinlich ein Punktesystem nutzen, das eher an ein Videospiel erinnert, statt Einsätze mit echtem Geld zu verlangen. Auch wenn die Möglichkeit von Einsätzen mit echtem Geld nicht ganz ausgeschlossen ist, liegt der Fokus vorerst auf einem experimentellen Produkt, das bei Meta hohe Priorität hat.
Neuer Anlauf nach früherer Erfahrung mit Forecast
Diese Entwicklung folgt auf Metas früheren Versuch mit Forecast, einer App, die 2020 gestartet wurde, um Nutzer zu Vorhersagen über aktuelle Ereignisse zu motivieren, vor allem während der frühen Phase der Covid-19-Pandemie. Forecast wurde 2022 wieder offline genommen, unter anderem wegen Herausforderungen bei der Nutzerbindung und möglicherweise auch wegen Sorgen rund um Regulierung. Das erneute Interesse an prediction markets passt zu einem breiteren Trend, bei dem immer mehr Plattformen auf die wachsende Beliebtheit solcher Märkte setzen.
Wachstum und Komplexität von prediction markets
Prediction markets sind in den vergangenen Jahren stark beliebter geworden, vor allem nach dem Erfolg von Polymarket bei der US-Präsidentschaftswahl 2024, wo Handelsvolumen in Milliardenhöhe zusammenkam. Neben crypto-nativen Unternehmen wie Coinbase und Kraken bieten auch traditionelle Broker wie Robinhood Event Contracts an, die an politische und wirtschaftliche Ergebnisse gekoppelt sind. Dieses schnelle Wachstum hat aber auch zu mehr rechtlicher und regulatorischer Aufmerksamkeit geführt. So ringt die US Commodity Futures Trading Commission (CFTC) mit der Frage, ob bestimmte Event Contracts als legitime Finanzinstrumente oder als verbotene Glücksspielaktivitäten gelten sollen. Dazu kommen Sorgen über Marktmanipulation, Insiderhandel und Verbraucherschutz. Kalshi, eine führende Plattform in den USA, hat zum Beispiel Maßnahmen ergriffen, um Insider wie Athleten und Politiker vom Handel mit Verträgen zu blockieren, die direkt mit ihnen verbunden sind. In den USA nimmt dieser rechtliche Druck weiter zu, unter anderem durch Vorschläge, Politiker von solchen Märkten fernzuhalten, wie in Amerikanische Abgeordnete möglicherweise von Wetten auf Kalshi und Polymarket ausgeschlossen.
Relevanz für europäische Nutzer
Auch wenn Arena vorerst auf ein Punktesystem ohne echtes Geld setzt, ist die Entwicklung für europäische Krypto-Nutzer relevant, weil sie das Interesse großer Tech-Unternehmen an prediction markets unterstreicht. Das könnte auf eine breitere Akzeptanz und stärkere Einbindung solcher Märkte in digitale Ökosysteme hindeuten, wobei auch europäische Regulierung und Marktentwicklungen eine Rolle spielen dürften. Der Fokus auf Regulierung und Verbraucherschutz in den USA kann dabei als Beispiel für europäische Entscheidungsträger und Marktteilnehmer dienen.