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ESMA gibt letzte Warnung an nicht lizenzierte Kryptofirmen vor MiCA-Frist

ESMA verlangt, dass nicht lizenzierte Kryptofirmen bis zum 1. Juli in der EU aufhören. Wie streng die Durchsetzung ausfällt, dürfte sich in den kommenden Tagen zeigen.

ESMA gibt letzte Warnung an nicht lizenzierte Kryptofirmen vor MiCA-Frist

Wichtigste Erkenntnisse

  • ESMA ruft nicht lizenzierte Kryptofirmen dazu auf, ihre Aktivitäten in der EU bis zum 1. Juli zu beenden, wenn die MiCA-Übergangsphase ausläuft.
  • Ohne MiCA-Lizenz dürfen Unternehmen keine neuen Kunden annehmen und keine Werbung mehr machen; bestehende Kunden dürfen nur noch bei der Abwicklung unterstützt werden.
  • Unter MiCA dürfen in der EU nur Anbieter aus dem ESMA-Register operieren, während Aufseher Regulierungsschlupflöcher aktiv bekämpfen.

Die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) hat nicht lizenzierte Kryptofirmen dazu aufgerufen, ihre Aktivitäten innerhalb der Europäischen Union bis zum 1. Juli zu beenden. Das ist die Frist, an der die Übergangsphase der Markets in Crypto-Assets (MiCA) Regulierung ausläuft, sodass nur noch autorisierte Anbieter operieren dürfen.

Strenge Regeln für nicht lizenzierte Kryptofirmen

ESMA betont, dass Kryptofirmen ohne MiCA-Lizenz sofort damit aufhören müssen, neue Kunden innerhalb der EU anzunehmen, und keine Werbung mehr machen dürfen. Bestehende Kunden dürfen nur noch beim Verkaufen, Übertragen oder Schließen ihrer Positionen unterstützt werden. Das Verwahren von Krypto-Assets ist nur so lange erlaubt, wie es für eine ordentliche Abwicklung nötig ist. Außerdem müssen Kunden darüber informiert werden, wann ihre verbleibenden Positionen automatisch geschlossen werden.

Die MiCA-Regulierung, die seit Juni 2023 gilt, führt ein einheitliches Lizenzsystem für Crypto-Asset Service Provider (CASPs) innerhalb der EU ein. Auch wenn die volle Lizenzpflicht erst seit Dezember 2024 gilt, konnten Unternehmen dank einer Übergangsphase bis zum 1. Juli 2026 weiter nach nationalen Regeln arbeiten. Jetzt, da diese Phase endet, müssen nicht lizenzierte Unternehmen den EU-Markt verlassen.

Vorgehen gegen Regulierungsschlupflöcher und Aufsicht

ESMA arbeitet eng mit nationalen Aufsichtsbehörden, der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde und der EU-Behörde für Maßnahmen gegen Geldwäsche zusammen, um zu verhindern, dass Kryptofirmen die Regeln umgehen, indem sie sich in Ländern mit lockereren Vorschriften ansiedeln. Dieses Phänomen, bekannt als Regulierungsschlupflöcher, wird aktiv bekämpft, um gleiche Wettbewerbsbedingungen zu sichern.

Ein Beispiel dafür ist Binance, das Berichten zufolge in Griechenland keine Lizenz erhalten wird, was den Zugang zum EU-Markt einschränken könnte. Dagegen hat OKX als erste globale Kryptobörse über Malta eine MiCA-Lizenz erhalten und kann damit in der gesamten EU operieren. Der Gründer von OKX, Star Xu, betont, dass eine konsequente Durchsetzung entscheidend für den Erfolg von MiCA und das Vertrauen in den Markt ist.

Relevanz für europäische Krypto-Nutzer

Für europäische Nutzer ist wichtig zu wissen, dass nur Kryptofirmen, die im ESMA-Register aufgeführt sind, unter MiCA fallen und damit die neuen Regeln erfüllen. Das bietet eine Schutzebene, die bei nicht lizenzierten Anbietern fehlt. In den kommenden Tagen dürfte klar werden, wie viele Unternehmen sich geordnet zurückziehen und wie viele möglicherweise von Aufsehern dazu gezwungen werden.

Nutzer können das ESMA-Register prüfen, um zu sehen, welche Kryptofirmen offiziell für die Erbringung von Dienstleistungen innerhalb der EU zugelassen sind. Das trägt zu mehr Transparenz und Sicherheit in einem Markt bei, der immer stärker reguliert wird.


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