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US-Abgeordnete könnten bald von Wetten auf Kalshi und Polymarket ausgeschlossen werden

Ein neuer US-Gesetzentwurf will Kongressmitgliedern und ihren Familien verbieten, über Prediction Markets auf politische Ergebnisse zu wetten. Die Maßnahme folgt auf Sorgen wegen möglicher Insiderinformationen und Marktmissbrauch.

US-Abgeordnete könnten bald von Wetten auf Kalshi und Polymarket ausgeschlossen werden

Wichtigste Erkenntnisse

  • US-Abgeordnete und ihre Familienmitglieder könnten bald verboten bekommen, über Kalshi und Polymarket auf politische Ergebnisse zu wetten.
  • Der Gesetzentwurf von Bryan Steil sieht Strafen ab 2.000 Dollar oder 10 % der Transaktion vor, plus den Verlust möglicher Gewinne.
  • Kalshi und Polymarket ergreifen Maßnahmen gegen Insiderhandel, während die Aufsichtsbehörde CFTC die Plattformen zu besserer Verifizierung und Überwachung anhält.

US-amerikanische Abgeordnete, ihre Ehepartner und abhängigen Kinder könnten bald daran gehindert werden, über Prediction Markets wie Kalshi und Polymarket auf politische Ergebnisse und Regierungspolitik zu wetten. Der Vorschlag, eingebracht von dem Abgeordneten Bryan Steil aus Wisconsin, reagiert auf wachsende Sorgen über mutmaßlichen Insiderhandel auf diesen Plattformen.

Neuer Gesetzentwurf gegen Wetten von Politikern

Der Gesetzentwurf mit dem Namen Stop Lawmakers from Predicting Act verbietet Mitgliedern des Kongresses und ihren Angehörigen, auf konkrete Regierungsmaßnahmen, politische Entscheidungen oder Ergebnisse zu wetten. Verstöße können mit einer Strafe von mindestens 2.000 Dollar oder 10 % der Transaktion geahndet werden, plus dem Verlust möglicher Gewinne. Außerdem dürfen sie die Strafen nicht mit offiziellen Vergütungen, politischen Spenden oder anderen staatlichen Mitteln bezahlen. Bei Nichtzahlung kann der Fall zur zivilrechtlichen Durchsetzung an das Justizministerium weitergeleitet werden.

Steil betont, dass das Vertrauen in gewählte Vertreter wiederhergestellt werden müsse: "Das amerikanische Volk verdient es zu wissen, dass seine Kongressmitglieder nicht von Insiderinformationen profitieren. Gesetzgeber sollen Politik machen, nicht auf deren Ausgang wetten."

Reaktionen der Prediction-Market-Plattformen

Kalshi und Polymarket, zwei bekannte Prediction Markets, auf denen Nutzer unter anderem auf politische Ereignisse wetten können, haben zuletzt Maßnahmen gegen Insiderhandel ergriffen. Kalshi hat unter anderem Risikoscores, Prüfungen der Beschäftigung und einen Hinweisgeber-Kanal eingeführt. Polymarket arbeitet mit Chainalysis zusammen, um ein On-Chain-Überwachungssystem aufzubauen.

Diese Initiativen passen zu Hinweisen der Commodity Futures Trading Commission (CFTC), die die Plattformen dazu anhält, die Nutzerverifizierung zu verbessern und verdächtige Handelsaktivitäten zu überwachen. Gleichzeitig gibt es auch andere Gesetzentwürfe im Senat und im Repräsentantenhaus, die ähnliche Beschränkungen für Politiker und ihre Familien beim Handel mit nicht öffentlichen Informationen vorsehen.

Relevanz für das europäische Krypto- und Regulierungsumfeld

Auch wenn sich der Gesetzentwurf auf US-Abgeordnete und Prediction Markets konzentriert, könnte diese Entwicklung auch für europäische Krypto- und Finanzmärkte relevant sein. Sie zeigt, dass Aufseher weltweit immer genauer auf mögliche Interessenkonflikte und Insiderhandel auf neuen digitalen Handelsplattformen achten. Europäische Entscheidungsträger könnten diese US-Initiativen als Vorbild nehmen, wenn sie ihre eigene Regulierung rund um Prediction Markets und verwandte Krypto-Aktivitäten gestalten.


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