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Circle und Nomura starten digitalen Währungsdienst für Japans Forex-Markt

USDC bekommt in Japan eine regulierte Rolle für Unternehmenszahlungen und Währungstransaktionen. Nomura bindet den Dienst nach der Genehmigung durch die Financial Services Agency an Banksysteme an.

Circle und Nomura starten digitalen Währungsdienst für Japans Forex-Markt

Wichtigste Erkenntnisse

  • Circle und Nomura starten in Japan einen Settlement-Dienst für digitale Assets für Unternehmenszahlungen mit USDC.
  • Japanische Unternehmen können Yen in USDC tauschen, um grenzüberschreitende Zahlungen und Währungstransaktionen abzuwickeln.
  • Der Dienst soll 2027 verfügbar sein, nachdem weitere Arbeiten an Infrastruktur, Custody und der Anbindung an Banksysteme abgeschlossen sind.

Circle Internet Financial aus Boston arbeitet mit Nomura Holdings zusammen, um in Japan ein Settlement-Geschäft für digitale Assets zu starten. Die Kooperation zielt darauf ab, einen Unternehmenszahlungsdienst mit der USDC Stablecoin anzubieten, der für japanische Unternehmen schon 2027 verfügbar sein soll.

Zielgruppe und Marktpotenzial

Der Dienst soll es japanischen Unternehmen ermöglichen, Yen in USDC zu tauschen, eine an den US-Dollar gekoppelte Stablecoin. Damit können sie grenzüberschreitende Zahlungen an Lieferanten abwickeln, Geld zwischen ausländischen Tochtergesellschaften überweisen und Währungstransaktionen durchführen. Laut Daten der Bank for International Settlements lag das tägliche Handelsvolumen am japanischen Devisenmarkt 2025 bei rund 440 Milliarden Dollar. Aktuelle Banküberweisungen dauern oft zwei bis drei Werktage, während die Blockchain-basierte Lösung diese Transaktionszeit deutlich verkürzen könnte.

Regulierung und Umsetzung

Die Kooperation folgt auf jüngste Gesetzesänderungen in Japan. Die Financial Services Agency hat USDC unter den überarbeiteten Zahlungsregeln genehmigt, womit es die erste globale Dollar-Stablecoin ist, die für den lokalen geschäftlichen Einsatz erlaubt ist. Circle läuft über die japanische Tochter Circle Japan, die bereits mit SBI Holdings bei der Distribution zusammenarbeitet. Nomura ist dafür zuständig, Kunden an Bord zu holen, die Regulierung einzuhalten und die Plattform mit bestehenden Banksystemen zu verbinden. Im kommenden Jahr wollen die Partner die Infrastruktur weiter aufbauen, die Custody regeln und die Bankintegrationen für den geplanten Start abschließen.

Kontext des japanischen Devisenmarkts

Der japanische Devisenmarkt wird von großen Banken wie MUFG, Mizuho und SMBC dominiert, die zusammen mit internationalen Investmentbanken rund 70 bis 75 Prozent des Devisenhandels abwickeln. Japan kämpft mit einem schwachen Yen, unter anderem wegen der hohen Importabhängigkeit bei Energie und steigender Ölpreise, was den Inflationsdruck erhöht. Die Bank of Japan hat den Leitzins im Juni 2026 auf 1 Prozent angehoben, eine wichtige geldpolitische Wende nach Jahren extrem niedriger Zinsen. Vor diesem Hintergrund wird der digitale Währungsdienst von Circle und Nomura ausgerollt, was zu effizienteren und schnelleren Währungstransaktionen in einem komplexen Marktumfeld beitragen könnte.


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