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CZ-Applaus bringt GENIUS-Token auf der BNB Chain in Bewegung

Die Launchpad verknüpft neue Tokens mit tokenisierten Aktien und Stimmrechten, während die SEC und die NYSE den Markt für Onchain-Aktien weiter öffnen.

CZ-Applaus bringt GENIUS-Token auf der BNB Chain in Bewegung

Wichtigste Erkenntnisse

  • Ein Clap-Emoji von Binance-Gründer CZ Zhao sorgte am Donnerstag für zusätzliche Aufmerksamkeit rund um den GENIUS-Token auf der BNB Chain.
  • Der GENIUS-Kurs stieg kurzzeitig auf über $0,42, fiel im Laufe des Tages aber wieder zurück.
  • Die Genius Foundation startete genius.fun, eine Launchpad für Tokens, die mit tokenisierten Aktien und möglichen Stimmrechten verknüpft sind.

Binance-Gründer Changpeng “CZ” Zhao sorgte am Donnerstag mit einem einzigen Clap-Emoji für viel Aufmerksamkeit rund um eine neue BNB-Chain-Launchpad. Der GENIUS-Token schoss innerhalb weniger Stunden nach oben und kletterte kurzzeitig auf über $0,42 (€0,37), bevor der Kurs später am Tag wieder zurückging. CZ stellte danach selbst die Frage, ob sein Post die Bewegung ausgelöst hatte.

GENIUS schießt kurz nach oben

Genius Terminal, eine Onchain-Trading-Plattform mit einem Token auf der BNB Chain, eröffnete am Donnerstag die Launchpad genius.fun. Zhao reagierte auf die Ankündigung nur mit einem Clap-Emoji. Kurz darauf schoss der GENIUS-Kurs fast senkrecht nach oben.

Der Token hat eine Marktkapitalisierung von rund $118 Millionen (€103 Millionen), weshalb schon ein einzelner Post schnell viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen kann. Trotzdem liegt GENIUS weiterhin deutlich unter dem Höchststand vom April, als der Kurs bei rund $0,95 (€0,83) lag. Zhao sagte später, dass er sich den Chart nicht angesehen habe, und verwies stattdessen auf die Produktveröffentlichung des Projekts selbst.

Was genius.fun versucht

Hinter GENIUS steht die Genius Foundation. Die Gruppe startete im Juni bereits eine Onchain-Optionsbörse und brachte nun genius.fun auf den Markt, eine Launchpad, die neue Tokens mit tokenisierten Aktien börsennotierter Unternehmen verknüpft, auch bStocks genannt. Die Idee dahinter ist, dass Käufer ihre Positionen an eine Foundation weiterleiten können, die sie in echte Aktien umwandelt. Danach könnten Inhaber auch bei Corporate Governance abstimmen.

Bislang hat keine Kampagne eine Beteiligung an einem börsennotierten Unternehmen übernommen. Damit ist das Projekt vor allem ein Test einer Idee, die am Markt für viel Diskussion sorgt. Die Frage ist nicht nur technischer Natur, sondern auch juristisch: Die Regeln für tokenisierte Aktien und Stimmrechte unterscheiden sich noch je nach Emittent.

Warum das relevant ist

Für europäische Krypto-Leser zeigt das, wie Blockchain immer häufiger für Experimente genutzt wird, die Krypto und traditionelle Aktien näher zusammenbringen. Die SEC hat kürzlich eine Regeländerung genehmigt, die Krypto-ähnlichen Handel mit tokenisierten US-Aktien auf Blockchain-Plattformen ermöglicht, während die NYSE an einer 24/7-Plattform für tokenisierte Aktien und ETFs arbeitet. Das macht solche Launches relevant, auch wenn die praktische Umsetzung noch nicht feststeht.

CZ sagte bereits zuvor, dass Börsengänge letztlich onchain ablaufen könnten. Im Juni sprach er sich außerdem für die Tokenisierung von Aktien durch Regierungen aus, eine Idee, die gut zu den Experimenten rund um genius.fun passt. Genius.fun testet diesen Gedanken nun in einem konkreten Produkt, doch ob eine Token-Kampagne jemals tatsächlich in einer Aktionärsabstimmung mündet, ist bislang nicht belegt.


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