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CZ lobt Hyperliquid, warnt aber vor fehlendem KYC

CZ nennt das Handelsmodell von Hyperliquid stark, warnt aber gleichzeitig vor dem fehlenden KYC. Diese Spannung zwischen Wachstum und Compliance macht die Börse besonders relevant.

CZ lobt Hyperliquid, warnt aber vor fehlendem KYC

Wichtigste Erkenntnisse

  • CZ nannte das Handelsmodell von Hyperliquid im Galaxy-Brains-Podcast „awesome“.
  • Er warnte, dass Hyperliquid ohne KYC nur mit guter rechtlicher Beratung verantwortbar sei.
  • Hyperliquid verarbeitet synthetische Perpetual Futures und erreichte ein Rekordvolumen sowie einen Rekordkurs für HYPE.

Binance-Gründer Changpeng Zhao, besser bekannt als CZ, hat das Handelsmodell von Hyperliquid in dieser Woche im Galaxy-Brains-Podcast als „awesome“ bezeichnet. Gleichzeitig sprach er eine Warnung aus, die aus seinen eigenen Erfahrungen mit Compliance-Problemen stammt: Hyperliquid arbeitet ohne Know Your Customer (KYC)-Verfahren, was laut CZ nur dann vertretbar ist, wenn man gute rechtliche Berater an der Seite hat.

Hyperliquids besondere Position im Kryptomarkt

Hyperliquid hebt sich dadurch ab, dass es synthetische Perpetual Futures anbietet, die eine Pre-IPO-Preisfindung ermöglichen, ohne dass die zugrunde liegenden Aktien tatsächlich gehalten werden. Dieses Modell führte dazu, dass der native Token HYPE am 16. Juni ein Rekordhoch von $76,70 (€66) erreichte, auch dank $172 Millionen (€148 Millionen) an Spot-ETF-Handel im ersten Monat. Am Tag des SpaceX-IPO verarbeitete Hyperliquid satte $1,4 Milliarden (€1,2 Milliarden) im SPCX-Volumen, ohne echte Aktien zu halten, während große Player wie Binance und Bybit ihre tokenisierten SpaceX-Produkte wegen fehlender ausreichender Aktienbestände wieder einstellen mussten.

CZs Warnung aus eigener Erfahrung

CZs Kommentar im Podcast bekommt zusätzliches Gewicht durch seine persönliche Vorgeschichte: Im November 2023 bekannte er sich schuldig wegen Verstößen gegen Anti-Geldwäsche-Regeln und saß vier Monate in einem US-Bundesgefängnis. Er betonte, dass Binance in der Nische von Hyperliquid nicht konkurrieren könne, weil KYC fehlt, was ein grundlegender Bestandteil der globalen Anti-Geldwäsche-Regulierung ist. Hyperliquid positioniert sich als dezentrales Protokoll und umgeht so Regulierung, doch das bringt auch Risiken mit sich.

Die Rivalität zwischen CZ und Hyperliquid wird daran deutlich, dass Binance den HYPE-Token nicht gelistet hat, während CZ eine konkurrierende dezentrale Börse unterstützt. CZ hat mit seinen Aktionen den Kryptomarkt schon früher stark beeinflusst; so löste seine Ankündigung im November 2022, dass Binance seine FTT-Bestände verkaufen würde, einen Bank Run aus, der am Ende zum Zusammenbruch von FTX führte. Das passt zu einer breiteren Reihe von rechtlichen und aufsichtsrechtlichen Problemen rund um Binance, darunter die mögliche Ablehnung einer MiCA-Lizenz in Griechenland, wodurch das Unternehmen den europäischen Markt zu verlieren droht.

Relevanz für europäische Krypto-Nutzer

Für europäische Nutzer ist die Debatte um KYC und Dezentralisierung wegen der strengen EU-Regeln für Finanzdienstleistungen und Anti-Geldwäsche-Maßnahmen relevant. Hyperliquids Modell ohne KYC kann für datenschutzbewusste Trader attraktiv sein, aber das Fehlen von Regulierung kann auch zu rechtlicher Unsicherheit und Risiken führen, vor allem jetzt, da Aufsichtsbehörden weltweit immer aktiver bei der Durchsetzung von Compliance werden.


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