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Bitcoin bleibt stabil, während die Bank of Japan den Leitzins bei 1 % belässt

Die BOJ ließ den Leitzins bei 1 % und schwächte den Yen erneut ab, während der Markt die Auswirkungen auf die Carry Trade und Bitcoin genau verfolgt.

Bitcoin bleibt stabil, während die Bank of Japan den Leitzins bei 1 % belässt

Wichtigste Erkenntnisse

  • Bitcoin notierte am Freitag bei rund 63.900 $ und reagierte auf den Zinsentscheid der Bank of Japan nur wenig.
  • Die Bank of Japan beließ den Leitzins bei 1 %, während Gouverneur Kazuo Ueda später im laufenden Fiskaljahr auf eine höhere Inflation verwies.
  • Ether lag bei rund 1.885 $, während BNB an diesem Tag um 3,5 % auf etwa 591 $ zulegte.

Bitcoin hielt sich am Freitag bei rund 63.900 $ (55.700 €) und zeigte sich nach dem Zinsentscheid der Bank of Japan kaum bewegt. Die Notenbank beließ den Leitzins bei 1 %, während Gouverneur Kazuo Ueda im Ton etwas straffer wirkte, den Markt aber nicht überraschte. Der Yen gab während seiner Pressekonferenz erneut nach, obwohl Händler bereits mit einer hohen Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung im Oktober gerechnet hatten.

Der Yen bleibt ein Makrofaktor

Ueda erklärte, die Inflation dürfte im weiteren Verlauf dieses Fiskaljahres über 2 % liegen. Als Treiber nannte er unter anderem die KI-Nachfrage und den schwachen Yen, die beide zu höheren Preisen beitragen könnten. Für Kryptohändler ist das relevant, weil die Yen-Carry-Trade, bei der günstig in Yen aufgenommenes Kapital in höher verzinste Assets fließt, seit Längerem ein Faktor im breiteren Risikomarkt ist.

Die Bank of Japan hält die Zinsen seit Jahren auf einem niedrigen Niveau, um Deflation entgegenzuwirken und das Wachstum zu stützen. Entsprechend bekommt jede Veränderung im geldpolitischen Kurs zusätzliches Gewicht für Märkte, die sensibel auf Liquidität und Risikobereitschaft reagieren, darunter auch Krypto.

Bitcoin folgt dem Yen

Der Zusammenhang zwischen Bitcoin und dem Dollar-Yen-Kurs war in den vergangenen Wochen erneut gut zu beobachten. Jüngste Marktdaten deuten auf eine ausgeprägte negative Korrelation zwischen Bitcoin und USD/JPY hin, was bedeutet, dass sich beide Größen häufig in entgegengesetzte Richtungen bewegen.

Das passt zu dem Muster, dass ein schwacher Yen und die Carry Trade Kapital in risikoreichere Anlagen lenken können. Im August 2024 hob die BOJ die Zinsen zum ersten Mal seit 17 Jahren an, von -0,1 % auf eine Spanne von 0 % bis 0,1 %. Der aktuelle Schritt zeigt jedoch, dass die Geldpolitik weiterhin vorsichtig ausgerichtet bleibt.

Ruhe am Kryptomarkt

Auch der breitere Kryptomarkt zeigte sich insgesamt ruhig. Ether notierte bei rund 1.885 $ (1.640 €), während BNB mit einem Tagesplus von 3,5 % und einem Wochenplus von 4,4 % auf etwa 591 $ (515 €) auffiel, wie Daten von CoinDesk zeigen.

Für europäische Kryptonutzer ist vor allem relevant, dass die Geldpolitik in Japan weiterhin auf den Kryptomarkt durchschlägt. Bleibt der Yen unter Druck und verschieben sich die Zinserwartungen, könnte das die Risikoströme in Richtung Bitcoin und anderer großer Tokens beeinflussen, auch wenn die weitere Richtung von den allgemeinen Marktbedingungen abhängt.

Die Bewegung beim Yen reiht sich zudem in frühere Marktspannungen rund um die Zinserwartungen in Japan ein. In einer jüngsten Analyse zur Fed und BoJ wurde bereits darauf hingewiesen, dass ein stärkerer Yen oder eine straffere BOJ-Politik die Carry Trade durcheinanderbringen und Krypto belasten könnte.


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