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Fed erhöht Zinsen auf 4 % und setzt Bitcoin unter Druck

Der Dot Plot bleibt hawkish: 16 der 18 Fed-Entscheidungsträger rechnen in diesem Jahr noch mit einer weiteren Zinserhöhung. Bitcoin sprang kurz nach oben, gab die Gewinne danach aber wieder ab.

Fed erhöht Zinsen auf 4 % und setzt Bitcoin unter Druck

Wichtigste Erkenntnisse

  • Die Federal Reserve erhöhte den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf 3,75 % bis 4,00 %.
  • Bitcoin stieg kurz nach dem Zinsentscheid, fiel danach aber wieder auf rund $76.152 zurück.
  • Sechzehn der achtzehn Entscheidungsträger erwarten in diesem Jahr noch mindestens eine weitere Zinserhöhung.

Die Federal Reserve hat den Leitzins um einen Viertelprozentpunkt auf 3,75 % bis 4,00 % angehoben. Für den Kryptomarkt fiel vor allem auf, dass Bitcoin direkt nach dem Beschluss kurz zulegte, danach aber wieder nachgab. Gleichzeitig zeigte die neue Zinsprognose, dass 16 der 18 Entscheidungsträger bis zum Jahresende noch mindestens eine weitere Anhebung erwarten.

Fed wird erneut strenger

Es ist die erste Zinserhöhung seit 2023, und alle 12 stimmberechtigten Mitglieder unterstützten den Beschluss. Damit setzt die Fed klar auf einen strafferen Kurs, während die Inflation weiterhin über dem Ziel liegt. In der Begründung verschwand außerdem der frühere Hinweis auf Inflationsdruck durch Angebotsschocks in Sektoren wie Energie.

Die Zentralbank schrieb nun, dass die Anhebung zu einer „timelier“ Rückkehr zum 2 %-Ziel beitragen soll. Auch der Schlusssatz blieb bestehen, wonach das Komitee Preisstabilität liefern wird. Zudem hoben die Entscheidungsträger ihre Einschätzung der Unternehmensinvestitionen an und ersetzten einen Verweis auf den Konflikt im Nahen Osten durch breitere geopolitische Entwicklungen.

Was der Dot Plot zeigt

Der sogenannte Dot Plot, in dem 18 Entscheidungsträger angeben, wo sie den Leitzins sehen, fiel klar hawkish aus. Die Fed erwartet nun, dass die Kerninflation auf Basis des Personal Consumption Expenditures-Index im Dezember 2026 bei 3,4 % liegt und ein Jahr später bei 2,5 %. Die Arbeitslosenprognose wurde für beide Jahre auf 4,1 % gesenkt, nach zuvor 4,3 %.

Das passt in eine Phase, in der sich die Inflation hartnäckig hält. Laut dem mitgelieferten Kontext lag sie im August 2026 bei 3,4 %, unter anderem wegen höherer Energiepreise und anhaltender geopolitischer Spannungen. Für europäische Krypto-Leser ist das relevant, weil US-Zinserwartungen oft schnell auf den Kryptomarkt und die Nachfrage nach risikoreichen Anlageinstrumenten durchschlagen. Auch die nachlassende Korrelation zwischen Bitcoin und dem Dollar zeigt, dass Trader kurz vor einem Fed-Beschluss manchmal vor allem auf Geldpolitik und Liquidität reagieren.

Bitcoin reagiert direkt

Bitcoin wurde nach dem Beschluss bei rund $76.152 (€66.000) gehandelt, ein Minus von 0,7 % innerhalb von 24 Stunden. In den Minuten nach der Bekanntgabe stieg der Kurs zunächst von etwa $75.350 (€65.300) auf über $76.100 (€66.000). Danach gab die Kryptowährung einen Teil dieser Gewinne wieder ab.

Auch XRP stand in einer Woche unter Druck, die für Krypto ohnehin schwach begonnen hatte. Die Kryptowährung fiel zusammen mit Bitcoin, nachdem der CLARITY Act im Senat scheiterte, ein Gesetzentwurf, der klarer machen sollte, welche US-Aufsichtsbehörde die Aufsicht über digitale Assets übernimmt. Laut der Quelle gingen dabei mehr als $300 Millionen (€260 Millionen) an gehebelten Positionen verloren. Gold bewegte sich derweil in die andere Richtung und stieg zunächst auf etwa $4.368 (€3.790), bevor es wieder auf rund $4.333 (€3.760) zurückging.


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