Finst

Morgan Stanley sieht sechs Signale für das Ende des Krypto-Winters

Morgan Stanley verweist auf Bitcoin, Mining-Daten und Exchange-Stress als mögliche Wendepunkte. Die Bank sieht den Markt noch nicht in einer Erholung, aber in einer Phase, die historisch oft einer neuen Zyklusphase vorausgeht.

Morgan Stanley sieht sechs Signale für das Ende des Krypto-Winters

Wichtigste Erkenntnisse

  • Morgan Stanley Wealth Management sieht sechs historische Signale, die oft am Ende eines Krypto-Winters auftraten.
  • Denny Galindo nennt Bitcoin die wichtigste Messgröße, betont aber, dass die Analyse keine Prognose ist.
  • Die Analyse verweist auf Zykluslänge, Exchange-Stress, Rückgang vom Hoch, Bitcoin Difficulty, Thermocap-Multiple und Erholung vom Tief.

Morgan Stanley Wealth Management sieht sechs Signale, die historisch oft am Ende eines Krypto-Winters auftraten. In der Analyse von Denny Galindo steht Bitcoin als Messgröße für die nächste Phase des Zyklus im Mittelpunkt, auch wenn er betont, dass es sich nicht um eine Prognose, sondern um eine Reihe von Indikatoren handelt, die man beobachten sollte.

Sechs Signale auf dem Radar

Galindo beschreibt den Kryptomarkt als einen Vierjahreszyklus mit drei Jahren Bullmarkt und danach einem Bear Market von 12 bis 14 Monaten. Seiner Ansicht nach beginnt der Krypto-Sommer historisch oft leise, mit stabileren Kursen, während die öffentliche Aufmerksamkeit noch niedrig bleibt.

Deshalb schaut er auf sechs Signale, die früher rund um solche Wendepunkte auftauchten. Gemeint sind die Zykluslänge, Stress bei großen Exchanges und institutionellen Akteuren, die Tiefe des Rückgangs vom vorherigen Hoch, Bitcoin Difficulty, das Thermocap-Multiple und eine Erholung des Kurses vom Tief.

Ein Teil dieser Signale scheint inzwischen bereits sichtbar zu sein. September liegt seiner Analyse zufolge 17 Monate vor dem nächsten Halving und 11 Monate nach dem vorherigen Hoch. Außerdem verweist er auf BitMEX, das im Juli angekündigt hat, im September zu schließen.

Bitcoin bleibt die Messgröße

Die größte Kryptowährung ist laut Galindo noch nicht so weit gefallen wie in früheren Wintern. Er nennt einen Rückgang von 53% vom Hoch zwischen Oktober 2025 und Ende Juni 2026, während frühere Krypto-Winter oft tiefer ausfielen.

Auch auf der Mining-Seite ergibt sich ein gemischtes Bild. Die Bitcoin Difficulty ist zwar gesunken, hat sich aber noch nicht erholt. Das passt zu einem breiteren Trend, bei dem weniger effiziente Miner ausscheiden, wenn die Rentabilität unter Druck gerät. Der Webkontext weist zudem darauf hin, dass die Difficulty zwischen November 2025 und Juli 2026 um etwa 19% bis 20% fiel und die Hashrate im Q1 2026 um 4% zurückging, der erste Quartalsrückgang seit 2020.

Galindo nennt außerdem das Thermocap-Multiple, eine Kennzahl, die den Marktwert von Bitcoin mit dem gesamten Dollarwert vergleicht, der jemals an Miner gezahlt wurde. Laut Glassnode fiel dieses Verhältnis zum 30. Juni 2026 auf das 13-Fache, also weiterhin über den einstelligen Niveaus, die frühere Winter markierten.

Bedeutung für Europa

Für europäische Krypto-Anleger ist vor allem relevant, dass große Akteure die aktuelle Phase nicht nur als Sentimentgeschichte sehen, sondern als einen Zyklus, der sich historisch häufiger wiederholt. Das macht Bitcoin und Mining-Daten wichtiger als nur die tägliche Kursbewegung. Die Analyse zeigt auch, dass institutionelle Akteure zunehmend auf Signale aus der Infrastruktur schauen und nicht nur auf Preis und Volumen.

Galindo nennt außerdem eine breitere Frage, die seiner Ansicht nach den kommenden Zyklus weiter prägen könnte: ob KI inzwischen zum dominanten spekulativen und disruptiven Tech-Narrativ geworden ist. Das ist kein Urteil über den Kurs, aber ein Hinweis darauf, dass Krypto in der institutionellen Allokation erneut mit anderen Themen konkurrieren muss.

Auch der Mining-Sektor steht dabei unter dem Druck dieser Verschiebung. Bitcoin-Miner profitieren von KI-Stromknappheit in den USA zeigt, wie knappe Stromanschlüsse und KI-Nachfrage bestehende Mining-Standorte sogar wertvoller machen können.


Haftungsausschluss: Dieser Inhalt dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine finanzielle, anlagebezogene, rechtliche oder steuerliche Beratung dar. Die bereitgestellten Informationen können unvollständig, ungenau oder veraltet sein und sollten nicht als solche herangezogen werden. Nichts auf dieser Website sollte als Empfehlung zum Kauf, Verkauf oder Halten von Kryptowährungen angesehen werden. Investitionen in Krypto-Assets sind mit Verlustrisiken verbunden.